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Sucht & Genesung jenseits der Abstinenz

Der Erfolg einer Suchtbehandlung wird häufig vor allem daran gemessen, ob eine dauerhafte Abstinenz erreicht wurde. Dadurch geraten Veränderungen aus dem Blick, die Gesundheit, Selbstbestimmung und Lebensqualität bereits deutlich verbessern können. Diese Folge entstand anlässlich der SuchtMagazin-Ausgabe „Qualität und Wirkfaktoren der Suchtarbeit“ und beschäftigt sich mit der Frage, wie Genesung umfassender verstanden werden kann. Abstinenz bleibt dabei ein wichtiger und für viele hilfreicher Weg – sie ist jedoch nicht der einzige Maßstab, an dem positive Entwicklungen sichtbar werden.

Die Folge stellt dem Schwarz-Weiß-Denken zwischen Konsum und Abstinenz eine salutogenetische Perspektive gegenüber: Nicht nur „Bin ich gesund?“, sondern „Was macht mich gesünder?“ wird zur entscheidenden Frage. Konsumreduktion, risikoärmere Konsumformen, Substitution, Punktabstinenz und eine stärkere Auseinandersetzung mit Konsummotiven können körperliche, psychische und soziale Verbesserungen ermöglichen. Wer diese Schritte fachlich anerkennt und zieloffen begleitet, erreicht Menschen früher, stärkt ihre Selbstwirksamkeit und kann den Weg zu weitergehenden Veränderungen öffnen – einschließlich einer späteren Entscheidung für Abstinenz.

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Sucht und Genesung jenseits der Abstinenz

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PODCAST-METADATEN
Folge: 108
Erscheinungsdatum: 13.03.2025
Podcast: Psychoaktiv
Titel: Sucht und Genesung jenseits der Abstinenz
Sprecher: Stefanie Bötsch

Typ: Transkript

Transkript Beginn

00:01
Und all diese Schritte gehören verdammt nochmal nicht abgewertet, nur weil damit die Abstinenz nicht erreicht wird oder noch nicht erreicht ist.

00:34
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge Psychoaktiv und richtig schön, dass du wieder eingeschalten hast. In diesem Podcast findest du wirklich tiefgreifende Analysen von Themen rund um Drogen und Sucht. Wir schauen uns die wissenschaftlichen Hintergründe zu psychoaktiven Substanzen und den Konsum genauer an.

00:56
Und das alles breche ich für euch so herunter, damit ihr es gut verstehen könnt. Und heute sprechen wir über das Thema Erfolge oder Heilungserfolge, Genesungserfolge jenseits der Abstinenz. Ich produziere…

01:11
immer wieder Folgen für das Suchtmagazin, wie eben auch diese, die ihr heute hört, zu dem Heft mit dem Thema Qualität und Wirkfaktoren der Suchtarbeit. Es beschäftigt sich also mit der Frage, was wirkt. Und da dachte ich mir, ich möchte mich in dieser Folge lieber damit beschäftigen, wie könnte Wirkung

01:33
Denn eine wirkungsvolle Intervention bedeutet ja immer auch, dass sich etwas positiv für mich persönlich ganz subjektiv verändert. Doch hier kommen wir zu einem Problem, das wir bei der Sicht auf den Heilungsprozess von der Sucht hat haben.

01:52
Denn viele gehen davon aus, dass eine Wirkung nur dann positiv ist, wenn am Ende eine Abstinenz rauskommt oder diese sich weiter stabilisiert. Und ob das wirklich so sinnvoll ist, schauen wir uns in dieser Folge an. Aber vorher möchte ich euch von einer Nachricht erzählen, die ich bekommen habe.

02:11
und die mich so berührt hat und mir einfach auch gezeigt hat, dass mein Podcast wirklich auch einfach so viel bewirkt. Und ich finde es immer voll toll, wenn ihr mir dann schreibt, weil dann wird es natürlich für mich auch sichtbarer und ich freue mich einfach richtig doll. Und mir hat eine Rettungssanitäterin geschrieben und mir halt erzählt, dass sie durch den Podcast ihre Haltung gegenüber Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen total ändern konnte und dass sie Einsätze vorher

02:36
auch immer so ein bisschen Bauchschmerzen oder auch Unverständnis ausgelöst haben.

02:41
Aber dass sich das eben jetzt durch das Hören meines Podcasts total geändert hat, die Situation anders bewertet und die Erkrankung der Menschen auch einfach besser einschätzen kann. Und das ist einfach so geil. Ich weiß, dass hier richtig viele Menschen, die eben auch im Gesundheitsbereich arbeiten, zuhören. Und wenn ich, ich meine, es ist halt einfach so, die Suchtlehre, die wir häufig auch in den verschiedenen Ausbildungen angeboten bekommen, ist häufig unbekannt.

03:07
Oberflächlich nimmt nur ein ganz kleiner Teil ein und strebt auch immer sehr dolle Hinrichtung des sehr konservativen Bildes. Und ich finde es immer so krass, wenn man sich dann die Zeit nimmt, auch wenn es vielleicht nur ein ganz kleiner Teil der Arbeit ausmacht, sich meinen Podcast reinzieht, der ja auch echt viele Folgen mit sich bringt. Und, und ich finde, das gehört so viel dazu, den Mut hat,

03:27
seinen ersten Eindruck und seine erste Meinung oder eventuell sogar auch eine eher negative Einschätzung neu zu überdenken und zu einem neuen Ergebnis zu kommen. Das ist so, so, so krass und ja, ich freue mich, dass ihr mir solche Nachrichten schreibt.

03:42
Einfach mega, mega geil. Und natürlich möchte ich auch die neuen Psychoaktiv-Mitglieder begrüßen, die diesen Podcast und dementsprechend auch solche Transformationen überhaupt möglich machen, indem sie eben dafür sorgen, dass Psychoaktiv die nötigen Finanzen bekommt. Und zwar sind neu dazu gekommen Jan, Menzer, André, Eleni, Widmer, Paulina, Anton, Alexandra, Maximilian und Simon. Und ein ganz besonderer Dank geht an Ramiro für den Abschluss des großen Pakets.

04:10
Danke, danke, danke für eure Unterstützung. Wir sind aktuell bei sagenhaften 441 Euro brutto auf Steady von dem Finanzierungsziel 1000 Euro brutto bis Mai und an sich fehlen nur noch 15 Mitglieder, dann haben wir

04:30
nicht nur die 100 erreicht, was so cool ist, sondern auch 50% dieses Finanzierungsziels. Diebe geht also raus an alle Unterstützer und wenn du gerne Teil der Crew werden möchtest, findest du den Link für die psychoaktive Mitgliedschaft in der Folgenbeschreibung. Und jetzt lasst uns ins Thema rein starten. Musik

04:52
Wie schon in der Einleitung erwähnt, ist ein großes Problem bei der Herausentwicklung aus der Sucht, dass die Abstinenz und vor allem die andauernde Abstinenz nicht nur das Königsziel ist, sondern voraussichtlich

05:06
fast schon als einziger Zustand gilt, den es zu erreichen gilt, wenn eine Abhängigkeitserkrankung vorliegt. Aber gerade diese Haltung bringt gleich unterschiedliche Probleme mit sich. Starten wir mal mit der Stigmatisierung, die genau durch dieses Schwarz-Weiß-Denken

05:25
begünstigt wird. Denn wenn man nur zwischen Abstinenz und Konsum unterscheidet, gibt es an sich wenig dazwischen. Was ist aber, wenn ich an einem Punkt stehe, wo ich mir eine Abstinenz aktuell nicht vorstellen kann, aber mir trotzdem eine Veränderung wünsche? Diese Menschen fühlen sich in ihrem Wunsch

05:42
nicht ernst genommen vom System. Und außerdem ist so ein bisschen das Problem, dadurch, dass die Abstinenz so groß geschrieben wird, dass viele Betroffenen auch davon ausgehen, dass das Suchthilfesystem nur die Abstinenz zu bieten hat. Und das führt wiederum dazu, dass viele Betroffene keine Hilfe aufsuchen. Und daran schließt sich eben auch gleich das nächste Problem an. Denn das Suchthilfesystem in Deutschland ist nicht komplett abstinenzorientiert. Wenn man von der staatlichen Sucht

06:10
Suchthilfe spricht, beziehungsweise die Suchthilfe, die eben auch staatlich gefördert wird, haben die meisten Menschen immer nur das suchttherapeutische Angebot in Form zum Beispiel von Rehabilitationen im Kopf. Und ja, hier bekommt man Therapie nur für Abstinenz. Aber das meiste sozialarbeiterische Angebot im Suchtbereich ist halt komplett akzeptanzbasiert. Die Drogenberatung, Konsumräume, Streetwork

06:37
Betreutes Einzelwohnen und so weiter und so fort geht in der Regel zieloffen an die Arbeit mit ihren Klienten heran. Und das bedeutet automatisch, dass das Ergebnis einer wirksamen Intervention ja auch außerhalb der Abstinenz stattfindet. Und das findet tagtäglich in unserem professionellen Suchthilfesystem statt. Und dadurch, dass die Abstinenz eben so über allen steht, wissen leider viele Betroffene einfach gar nicht, dass sie sich ganz zieloffen da, wo sie gerade stehen,

07:04
sich in der Suchtberatung professionell beraten lassen können. Eine weitere Herausforderung, dass das abstinenzorientierte Modell mit sich bringt, ist, dass dadurch, dass die Abstinenz in der Reha eine Voraussetzung für die Therapie ist, es auch einen gewissen Gegendruck erzeugt. Also man kommt in so eine gewisse Drucksituation. Ich möchte Therapie, dafür muss ich jetzt sofort abstinent werden.

07:30
werden, auch wenn ich da vielleicht noch gar nicht so bereit bin. Dieser Druck erzeugt einen Gegendruck. Das kann wiederum zur Folge haben, dass Menschen unehrlich mit ihrem Konsum in der Therapie umgehen, Rückfälle verschweigen, obwohl diese vielleicht super Lernchancen wären oder ja, erst relativ spät in die Therapie gehen, weil sie eben sich diese Entscheidung nicht wegnehmen lassen wollten. Aber noch ein anderer Punkt, ganz ehrlich, auch aus Therapeutensicht,

07:56
finde ich das manchmal auch ein bisschen frustrierend, denn der Erfolg einer Reha in den Fragebögen und auch welche Daten im Prinzip auch rausgegeben werden, der misst sich halt auch maßgeblich an der Abstinenzquote nach der Reha. Die ist übrigens deutlich besser

08:12
besser als die meisten denken. Ich habe sie jetzt gerade nicht parat. Ich habe sie auf jeden Fall schon mal im Podcast gesagt. Was wird dir immer so getan, als würden nur 20 Prozent oder sowas nach der Reha wirklich dauerhaft abstinent leben? Das ist nicht so. Das ist deutlich über 50 Prozent. Just saying. Aber ich habe gerade die genauen Zahlen nicht im Kopf. Aber auch wenn die Ergebnisse dahingehend echt gut sind, es gibt ja neben der Aufrechterhaltung der Abstinenz noch so viele andere Aspekte im Leben.

08:39
die mich als Therapeutin mindestens mal genauso interessieren würde, als nur, na was ist denn mit deinem Konsum, ja oder nein. Sondern eben auch, wie man sich psychisch weiterentwickelt hat, wie das Wohlbefinden ist, wie die Lebensqualität wahrgenommen wird. Das sind ja auch meiner Meinung nach sehr wichtige Messfaktoren und werden auch den Menschen in sich so viel gerechter, als immer nur so in diese schwarz und blaue

09:04
Weiß zu denken, Konsum noch da oder nicht da. Weil das ist ja auch nicht nur, also aus Therapeutensicht finde ich das sehr frustrierend, weil meine Therapie ja auch deutlich mehr bearbeitet als Konsum da oder nicht da. Aber auch natürlich aus Patientensicht unfassbar frustrierend, dass das immer der Aspekt ist, an dem man gemessen wird. Naja, und zu guter Letzt möchte ich noch über die Stigmatisierung von Menschen, die ihre Sucht überwinden, aber nicht substanzübergreifend abstinent leben sprechen. Denn

09:32
Diese Menschen werden in der Regel mit Unglaublichkeit oder Absprache ihrer Suchterkrankung oder halt dem Vorwurf, sie würden sich einfach nur was vormachen, begegnet. Das heißt, ihre Erfahrung, ihre Heilungserfahrung, ihr Weg aus der Sucht, der wird nicht ernst genommen oder halt infrage gestellt. Und leider ist es natürlich so, dass gerade Menschen, die andere Wege aus ihrer Sucht finden, außerhalb der Abstinenz auch sehr wenig in Studien vorkommen.

10:00
Es liegt unter anderem aber auch daran, dass halt Studien sehr häufig oder in der Regel in klinischen Settings gemacht werden. Das heißt, es werden Patienten untersucht, die in Rehas oder Kliniken kommen, die auch mit dem Abstinenzprinzip fokussiert sind oder mit dem Abstinenzprinzip schon sozusagen gefüttert werden, weil das eben unsere Haltung, unsere Arbeit ist im professionellen stationären Suchthilfesystem und daran, dass eben auch ins Studiendesign so eingebaut wird. Genau.

10:27
Und ich bin, das habe ich jetzt schon sehr häufig gesagt, ein großer Fan von Selbstheilerstudien. Und ja, dort findet man auch viele Menschen, die sich für die Abstinenz, für die komplette Nüchternheit entschieden haben. Aber halt auch andere Wege, dass es die gibt und dass die funktionieren und dass die langfristig funktionieren. Und man kann doch solche Erfahrungen nicht einfach absprechen, bloß weil wir hier so einen rigiden Ansatz haben von, nee, abstinen.

10:54
Aber Abstinenz ist das einzig Richtige und wenn du es anders schaffst, dann bist du entweder nicht süchtig oder du machst dir was vor: „Wo sind wir denn hier?“ Aber ganz ehrlich, ich glaube auch diese Haltung und auch diese manchmal sehr rabiate Haltung liegt auch ein bisschen oder hängt auch einfach ein bisschen damit zusammen, dass ja einmal das Suchthilfesystem für Professionals ja auch rigide ist. Ich habe ja auch als Suchttherapeutin nicht die Möglichkeit zu sagen:

11:18
Keine Ahnung, ich bin jetzt in der ambulanten Reha angestellt, aber ich möchte gerne meine Suchttherapie akzeptanzbasiert machen. Es geht ja einfach nicht, das wird ja von den Kostenträgern auch untersagt. Und eben aber auch Betroffene, die halt sozusagen manchmal um diese Entscheidung gebracht werden, weil es halt die Voraussetzung für die Therapie ist. Und ich habe für euch auch einen kleinen O-Ton von der Jana mit dabei.

11:43
Jana war selbst suchtbetroffen, hat ihren Weg rausgefunden und arbeitet nun akzeptanzbasiert mit betroffenen Menschen zusammen. Ihr findet sie auch unter Jana-Lorang auf Instagram und sie beschreibt mal ihre Erfahrung, die sie einmal selbst, aber auch in ihrer akzeptanzbasierten Arbeit wahrnimmt, wie eben ihre Arbeit manchmal abgewertet wird. Das hören wir uns einfach mal an.

12:12
Ich war lange abhängig von Cannabis, von Nikotin und habe sowohl Alkohol als auch viele andere Party-Drogen, von Ecstasy über Speed-Kokain, sehr missbräuchlich konsumiert. Mittlerweile habe ich meine Sucht überwunden.

12:28
Aber was ich tatsächlich immer mal wieder noch tue, ist eben Alkohol trinken. Und was ich tatsächlich oft erlebe oder nicht regelmäßig, aber immer mal wieder, ist, dass sowieso schon die Menschen meine Cannabis-Abhängigkeit oft mit einem Schmunzeln betrachten, weil es so ein…

12:50
„Naja, es ist doch nur Gras und das ist doch nicht so schlimm.“ „So ein Joint am Abend, das schadet doch keinem.“ Was mich persönlich auch immer mal wieder total fuchst. Ich finde es total schwierig, Menschen ihre Sucht nach … Es gibt eine schlimmere und eine weniger schlimmere Sucht einzugrenzen.

13:09
Weil im Endeffekt geht es ja um den Leidensdruck dahinter und der war einfach riesig groß, weil ich es eben nicht hingekriegt habe, einfach aufzuhören. Und das über lange, lange Zeit. Und es ist aber so, dass seit ich eben aufgehört habe, Cannabis zu rauchen und auch aufgehört habe zu rauchen,

13:25
mich einfach sehr, sehr viel mit meinen Substanzabhängigkeiten beschäftigt habe und auch mit dem missbräuchlichen Alkoholkonsum. Und da mein Konsummuster einfach massiv verändert habe. Und natürlich habe ich auch in der Zwischenzeit sehr, sehr viel Therapie gemacht und habe da auch einfach

13:43
ganz, ganz viel an mir gearbeitet und auch an meinen Traumata gearbeitet, die definitiv bei mir ausschlaggebend waren, sowohl für die Suchtentwicklung als auch für andere Störungen. Aber auch da bin ich mittlerweile symptomfrei und ja, ich merke einfach, dass ich dadurch, dass ich mich sehr, sehr viel mit meinem

14:04
Konsumverhalten auseinandergesetzt habe, der Alkohol einfach überhaupt keine Rolle mehr so richtig in meinem Alltag spielt und wirklich nur noch ganz selten mal einfach dazu kommt, wenn es wirklich aus einem guten Gefühl heraus ist, wenn es aus Freude ist, einfach Spaß. So dieses leichte Gefühl eines Rausches zu haben, das finde ich, ist einfach etwas Schönes und das möchte ich mir auch gar nicht verbieten.

14:24
Weil ich es einfach aber auch geschafft habe, da mittlerweile einen ganz guten Umgang mitzukriegen und eben nicht mehr das Ganze in so ein Extrem und auch nicht in so was fast schon Selbstverletzendes geht, sondern wirklich in einem ganz kontrollierten Ausmaß.

14:40
Da gibt es immer wieder Menschen, die das Ganze dann so ein bisschen belächeln, weil es eben nicht mehr den Charakter hat von, ach, ich kann mir gar nicht vorstellen, dass du mal so gesoffen hast. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass du mal von irgendwas abhängig warst. Ja, aber es war auch einfach ein weiter Weg, bis ich hierhin kam. Und deshalb arbeite ich mittlerweile auch unheimlich gerne als Coach mit kontrollierten Konsumprogrammen, weil ich einfach merke,

15:05
dass man die Menschen damit auf eine ganz andere Weise erreichen kann, weil es eben immer noch, und die wird es auch immer geben, viele Menschen gibt, die wollen gar nicht ganz abstinent von etwas leben. Und gleichzeitig aber auch Menschen gibt, die sich am Anfang die Abstinenz gar nicht vorstellen können. Das ist ein Bereich, in dem ich tatsächlich viel öfter, ich sage jetzt mal, negative Kritik bekomme von psychotherapeutisch arbeitenden KollegInnen,

15:33
die das einfach nicht glauben können, dass das möglich ist. Die da leider immer noch ein bisschen der Zeit hinterherhängen und immer wieder mit dem Argument kommen, keiner kann kontrolliert konsumieren, das ist doch alles Quatsch. Und am Ende des Tages machen die sich doch eh alle nur was vor und das ist doch auch nur ein Trinken nach Plan.

15:55
Und ja, ich finde das einfach richtig heftig, muss ich ehrlich gesagt sagen. Denn auch das kontrollierte Trinken ist jetzt nicht was, oder der kontrollierte Konsum ist ja jetzt noch nicht komplett was Neuausgedachtes, sondern es gibt Programme, die jetzt auch schon mehrere Jahre lang in Deutschland angewendet werden, die für Menschen eben auch Erfolge gebracht haben und für manche Menschen auch nicht. Und das ist auch okay. Und die sich dann aufgrund dieser Erfahrung für die Abstinenz entscheiden, auch super, ne?

16:23
Aber ja, wie gesagt, diesen Kampf zwischen akzeptanzbasierten Ansätzen und abstinenten Ansätzen, das geht mir schon immer auf die Sack, muss ich auch ganz ehrlich sagen, weil das ist für mich nicht relevant, nicht so relevant, diese

16:41
zu versuchen, dem anderen Ansatz die Daseinsberechtigung abzusprechen. Weil mir wird ja manchmal auch vorgeworfen oder auch gesagt, ich sei gegen die Abstinenz, ich sei gegen den Abstinenzansatz. Und das ist so ein Quatsch. Ich bin für den Heilungsweg meiner Patienten. Dafür bin ich. Und den möchte ich begleiten an dem Punkt, wo diese stehen. Mit den Zielen, die diese vorgeben.

17:05
Und auch der Begleitung dieser Ziele, die dürfen sich auch währenddessen ändern. Und daraus verspreche ich mir, dass Menschen deutlich früher suchttherapeutische Hilfe bekommen, weil ich sie früher in ihrem Prozess begleiten kann, wo sie weniger Druck verspüren, in die Therapie zu gehen, in denen sie deutlich selbstehrlicher Suchttherapie machen können, weil sie eben an ihren eigenen Zielen arbeiten. Dafür bin ich.

17:28
Wenn da Abstinenz rauskommt am Ende, freue ich mich für die. Wenn es einen anderen Weg gibt, freue ich mich und ist auch nochmal ein bisschen mehr mein wissenschaftliches Interesse gekitzelt, weil leider solche Fälle zu wenig in der Wissenschaft porträtiert werden. Und das ist meine Haltung. Und was jetzt besser ist, ist mir ehrlich gesagt wurscht. Weil es ist schwierig zu sagen, Abstinenz ist viel besser erforscht, weil es dafür viel mehr Gelder gab, während akzeptanzbasierte Ansätze chronisch unterfinanziert sind.

17:55
Also das zu messen ist auch ein bisschen schwierig. Genau, aber so viel dazu muss sich jetzt nochmal klar werden. Ja, aber die Frage ist, was machen wir denn daraus? Und da ist es halt erstmal wichtig, dass wir neuen Blickwinkel gewinnen. Und aktuell stehen wir mit der Abstinenz als heiligen Kral und dem Konsum sozusagen auf der anderen Seite da. Und das muss man so ein bisschen ändern von der Sichtweise, um auch einfach ein bisschen flexibler in der Einschätzung zu werden. Ja.

18:25
In unserem medizinischen Gesundheitssystem hat sich die pathogenetische Sichtweise etabliert. Die Pathogenese schaut sich die Entstehung einer physischen oder psychischen Erkrankung an und eben den Verlauf eines krankhaften Prozesses bis hin zur Erkrankung. Bei der Sucht sieht das in der Praxis an sich so aus. Es stellt sich ein Patient vor, der eine Abhängigkeitserkrankung hat und ich schaue mir an, wie diese entstanden ist.

18:53
Also in der Regel eine Verwebung von psychischen und sozialen Herausforderungen mit dem Konsum von psychoaktiven Substanzen als Strategie, um eben genau mit diesen Herausforderungen umzugehen. Und das ist erstmal eine komplett sinnvolle Sichtweise, wenn es um die Behandlung der Erkrankung geht. Aber, und hier wird es wichtig, man darf sie halt nicht einfach in allen Kontexten anwenden. Denn diese Sichtweise, ausgehend von der Erkrankung, lächelt.

19:21
lässt den Konsum nur als Risikofaktor für die Erkrankung zu. Aber nicht jeder Konsum führt zu einer Abhängigkeitserkrankung. Und ich setze da sogar noch einen drauf. Die meisten Menschen, die konsumieren, egal ob legale oder illegalisierte Substanzen, werden nicht abhängig. Das heißt, diese Sichtweise ist zum Beispiel auch in der Prävention komplett fehlgeleitet.

19:45
Klar geht es in der Prävention auch darum, dass Menschen keine Abhängigkeitserkrankung entwickeln, aber es geht ja auch darum, dass sie sich ja konsumieren und lernen, ihr Risiko einzuschätzen. Wenn man da immer mit dem Damoklesschwert der Abhängigkeitserkrankung argumentiert, ist das halt nicht sehr greifbar, geschweige denn wirklich sinnvoll.

20:05
So, wie kommen wir jetzt aus dieser pathogenetischen Sicht raus bzw. was ist das Gegenangebot? Und das Gegenangebot ist die Salotogenese. Die Salotogenese startet mit ihrem Blickwinkel nicht bei der Erkrankung, sondern sieht Gesundheit und Krankheit erstmal auch mehr als Kontinuum. Und man kann sich es vielleicht ein bisschen so vorstellen, dass sich die Salotogenese sich deutlich mehr die Frage stellt, was macht mich gesund?

20:33
anstatt was macht mich krank bzw. was macht mich gesund und was hält mich gesund. Und bezogen auf den Substanzkonsum bedeutet das erstmal im Allgemeinen, dass in dieser Betrachtungsweise der Konsum nicht auf den Risikofaktor des Abhängigkeitssyndroms reduziert wird, sondern eben auch die anderen Konsumkontexte akzeptiert werden. Also ja, der Risikofaktor Abhängigkeitssyndrom bleibt bestehen, also der wird jetzt nicht einfach aberkannt,

21:00
Aber es ist nicht der Muss jedes Konsums. Das heißt, dass man vielleicht mal konsumiert, einfach um Spaß zu haben oder auch irgendwie ein besonderes soziales Erlebnis zu fördern oder, oder, oder. Das darf in der Salutogenese auch stattfinden und wird nicht gleich darauf runtergehämmert von, ah ja, okay, es wurde in einer sozialen Situation konsumiert. Da bahnt sich jetzt schon sozusagen eine Funktionalität an und irgendwann kann die Person gar nicht mehr in

21:26
sozialen Kontexten nüchtern sein und braucht das immer und ah ja, Abhängigkeitssyndrom. Ja, soziale Kontexte und der Konsum, weil man sich sonst unwohl fühlt, macht ja auch so einen Risikofaktor aus für ein Abhängigkeitssyndrom, aber nicht nur. Und das ist, glaube ich, das Allerwichtigste, was man sich da rausnehmen sollte. Aber, und hier kommen wir zum wichtigsten Aspekt,

21:50
der eben auch mehr Möglichkeiten bietet, eine Verbesserung einer Erkrankung rund um den Substanzkonsum zuzulassen. Denn anstatt diesem Ganz-oder-gar-nicht-Ansatz, also Konsum oder Abstinenz, fragt man sich hier vielmehr, welcher Schritt ist nötig, um einen Schritt gesünder zu werden? Wie komme ich also näher an den Pol der Gesundheit und entferne mich etwas von dem Pol der Erkrankung? Und wie genau diese kleinen Schritte zum Pol Gen-Gesundheit in

22:17
innerhalb des Konsums ausschauen könnte, das schauen wir uns jetzt im letzten Kapitel an.

22:25
Kommen wir jetzt zu unserer Ursprungsfrage. Was sind positive Wirkungserfahrungen? Und ich finde, man kann das eigentlich auch sehr gut in die Kategorien des biopsychosozialen Modells aufteilen, also biologische, psychische und soziale Effekte. Und die Liste, die ich jetzt habe, ist wirklich nicht vollständig. Ihr könnt gerne die Kommentarspalte dazu nutzen und diese ergänzen, wenn ihr möchtet. Aber die

22:53
Das soll einfach mal so ein paar Ideen reinbringen. Und starten wir mal mit biologisch. Es kann zum Beispiel zu weniger gesundheitlichen Schäden kommen, indem man die Konsumform ändert. Zum Beispiel von intravenösem auf nasalen Konsum umsteigt. Und Menschen, die das machen, berichten zum Beispiel auch von deutlich weniger Infektionen, Hautentzündungen und Venenproblemen. Und auch das Risiko für Überdosierung ist gesunken, weil die Wirkung besser dosierbar ist. Das

23:22
sind Schritte, die wirklich auch einen Unterschied für die Person im Alltag machen. Es kann sich aber auch die körperliche Regeneration verbessern, indem man zum Beispiel schafft, immer mehr Pausen zu machen oder den Konsum zu reduzieren. Und dabei verspüren dann Menschen zum Beispiel eine Verbesserung ihrer Schlafqualität.

23:40
Sie wachen erholter auf und sind tagsüber konzentrierter und fühlen sich insgesamt stabiler. Und auch das Nervensystem beruhigt sich, wodurch auch Zittern, Unruhe oder Nervosität abnehmen. Das sind großartige Erfolge, die wirklich den Alltag für die Personen deutlich verändern können. Und grundlegend, wer den Konsum runterfährt oder anpasst, kann zum Beispiel auch weniger Nebenwirkungen verspüren oder auch sich die Toleranzentwicklung etwas

24:08
einschränken bzw. herunterschrauben. Und das heißt aber auch, dass dann sozusagen diese Menschen weniger Nebenwirkungen wie Übelkeit, Kreislaufprobleme, Kopfschmerzen, dass das alles deutlich seltener auftritt. Aber zum Beispiel auch Substituierte erleben durch ihre Substitution oft eine sehr starke Stabilisierung und sie fühlen sich klarer im Kopf, bis nicht mehr ständig an den nächsten Konsum denken, haben auch weniger Entzugssymptome, sind raus aus dem

24:35
kriminellen Milieu, bekommen sauberen Stoff und können dadurch wirklich wieder am Alltag teilhaben.

24:45
Schauen wir uns mal psychische positive Wirkungen an. Durch eine Konsumreduktion oder auch erhöhten Pausen oder Punktabstinenz kann die betroffene Person mehr Selbstwirksamkeit erfahren. Diese Menschen fühlen sich selbstbestimmter und weniger fremdgesteuert und sie erleben, dass sie Kontrolle über ihr Verhalten haben bzw. Teil der Kontrolle zurückgewinnen konnten.

25:11
was grundlegend das Selbstvertrauen stärkt und auch das vielleicht ein Selbstvertrauen ist, das auch weitere Schritte möglich macht. Erfolge durch Programme des kontrollierten Trinkens oder des kontrollierten Konsums können aber auch zum Beispiel zu einer geringeren psychischen Belastung führen.

25:30
Schuldgefühle oder das ständige Kreisen um die nächste Dosis nehmen ab. Ängste zum Beispiel von Kontrollverlust oder gesundheitlichen Folgen werden etwas schwächer. Man fühlt sich also dem Konsum etwas weniger ausgeliefert, weil man eben erste Schritte unternimmt, um diesen einzugrenzen und mehr nach seinen eigenen Wünschen zu gestalten. Und es kann zum Beispiel auch zu einer besseren emotionalen Regulation kommen. Denn wer sich mit seinen Konsummustern auseinandersetzt, erkennt halt häufig auch,

25:57
in welchen Situationen er Substanzen als Bewältigungsstrategie nutzt und kann dadurch vielleicht auch besser erkennen, welche Situation überhaupt schwierig und herausfordernd für die Person ist. Und dies kann es eben ermöglichen, dass bewusst neue Wege gefunden werden, mit Stress oder schwierigen Gefühlen umzugehen, ohne immer automatisch direkt zum Konsum zu greifen. Aber auch im sozialen Bereich gibt es viele Möglichkeiten,

26:25
ja, gehen, den gesunden Pol zu gehen und trotz Konsum eben die Situation zu verbessern, indem man eben seinen Konsum versucht oder daran arbeitet, anders zu gestalten. Es kann zum Beispiel zur Stabilisierung der Jobsituation kommen, indem man Punktabstinenzen während der Arbeit schafft herzustellen und dadurch eben genau diese stabilisiert, seinen Job nicht verliert, seine finanzielle Grundlage nicht verliert und damit eben auch mehr Sicherheit im Alltag erfährt.

26:53
Außerdem können sich auch Beziehungen verbessern durch die Veränderung oder Reduzierung des Konsumverhaltens. Zum Beispiel, wenn gerade dieses Konsumverhalten oder auch Situationen von Extremstromkonsum immer wieder zu Konflikten vielleicht in der Partnerschaft geführt haben und genau da angesetzt werden kann, um diese zu reduzieren. Und das sind natürlich auch alles Ziele, die auch mit der Abstinenz erreicht werden können, beziehungsweise vielleicht sogar auch schneller erreicht werden können.

27:22
Denn das Ding ist natürlich auch, und das darf man nicht vergessen, Menschen mit einer Abhängigkeitserkrankung, das ja mit einer geminderten Kontrolle von Konsumverhalten einhergeht. Wenn man in diesem Rahmen eben am Konsum arbeiten möchte und diesen mehr regulieren möchte, dreht sich in der Therapie natürlich auch extremst viel um den Konsum selbst und blockiert natürlich auch andere Themeninhalte.

27:47
wenn der Konsum um erst mal nicht so reguliert ist, dass eben auch eine Therapie und eine Weiterarbeit gut möglich ist. Und das ist natürlich der riesengroße Vorteil der Nüchternheit oder der Abstinenz, dass halt sozusagen der Konsum erst mal vermeintlich keine Rolle mehr spielt, obwohl natürlich so Aspekte wie Suchtdruck, also Craving durchaus wieder eine Rolle spielt. Aber man halt nicht immer mit sich selbst in diesem Abgleich steht, Konsum ja oder nein. Und das ist halt auch zum Beispiel ein Grund,

28:14
warum es immer wieder Leute gibt in den Studien zum kontrollierten Konsum, die sagen, boah, ganz ehrlich, kontrollierter Konsum ist mir zu anstrengend. Da dauert mit mir in diesen Konflikten, in diese Ambivalenz zu gehen, mir zu überlegen, wie viel konsumiere ich jetzt, dann so viel Kontrolle auszuüben. Das ist natürlich auch unfassbar viel Arbeit. Kontrollierter Konsum ist nicht der einfache Weg. Aber es ist halt auch häufig der Weg, für den mehr Menschen im ersten Schritt

28:41
bereit sind. Und das ist auch völlig okay. Denn, und das ist halt einfach mir so wichtig, mit diesen Beispielen zu sagen, mit dem salutogenetischen Blickwinkel zu sagen, jeder Schritt Richtung Gesundheit ist so viel wert. Wenn ich es schaffe, nicht mehr zu injizieren und dafür nasal zu konsumieren, bin ich einen riesigen Schritt Richtung Gesundheit gegangen. Wenn ich eine Punktabstinenz während meiner Arbeitszeit einhalte und so meinen Job stabilisiere, bin

29:08
bin ich einen großen Schritt Richtung Gesundheit gegangen. Wenn ich meinen Konsum reflektieren lerne und merke, wann ich emotional konsumiere und gezielt daran arbeite, diese einzuschränken oder zu unterlassen, bin ich einen großen Schritt Richtung Gesundheit gegangen. Und wenn ich es merke, ich schaffe es nicht alleine,

29:26
Und ich hole mir Unterstützung. Und auch da bin ich schon so einen großen Schritt Richtung Gesundheit gegangen. Und all diese Schritte gehören verdammt nochmal nicht abgewertet, nur weil damit die Abstinenz nicht erreicht wird oder noch nicht erreicht ist. Es geht darum, sich auf den Weg zu machen. Und ich würde mir wirklich sehr wünschen, wenn auch unser therapeutisches System sich mehr für diesen Weg öffnet, also einfach früher auch schon therapeutische Hilfe anbietet.

29:54
Und natürlich kann man nicht mit jedem Konsummuster therapeutisch arbeiten, aber es gibt auch viele Konsummuster, mit denen es geht. Und bis dahin möchte ich aber auch nochmal betonen, dass die soziale Arbeit genau diese Wege begleitet, vertritt und seit jeher akzeptanzbasiert in der Suchthilfe arbeitet.

30:11
Wenn ich es mir recht so überlege, frage ich mich echt, warum die Suchttherapie nicht schon längst akzeptanzbasierter ist, denn die meisten Suchttherapeuten kommen aus der sozialen Arbeit und wir haben den akzeptanzbasierten Ansatz wortwörtlich in unsere professionelle Wiege gelegt bekommen. Aber die Suchttherapie, zumindest in meiner Ausbildung, da kam halt immer so das Credo, die Abstinenz ist die Basis, um überhaupt Therapie machen zu können. Und dem stimme ich nicht zu, sondern bin der Meinung, das muss individuell eingeschätzt werden und ermessen werden, nicht

30:39
Nicht jedes Konsummuster ist nicht therapiefähig.

30:46
Ja, ihr Lieben, das war es auch schon wieder mit dieser Folge Psychoaktiv. Und ja, ich bin vielleicht manchmal ein bisschen emotional geworden. Aber ich muss auch sagen, gerade dieser Aspekt, wie kann ich meine Menschen früher abholen? Wie kann ich Chronifizierung von Abhängigkeitserkrankungen vermeiden? Ist mir schon immer ein Herzensthema. Und ich sehe da halt einen riesengroßen Hebel, akzeptanzbasierter zu arbeiten. Und ich bin mir auch sicher, dass das geht. Aber…

31:15
aber aktuell das System das leider nicht hergibt. Was mir einfach absolut wichtig ist, ist vielleicht, dass ihr euch nicht ein bisschen von der Frage löst, was ist gesund, sondern mehr hingeht zu, was macht mich gesünder. Und das auch nicht nur bei Abhängigkeitserkrankungen, sondern im Allgemeinen zu gucken, was hält mich gesund, was macht mich vielleicht gesünder. Weil dadurch kommt man viel mehr in die Handlungsfähigkeit,

31:41
weil es eben raus aus dem Schwarz-Weiß-Denken ist und einfach viele, viele Graustufen zulässt. Wie gesagt, schreibt gerne in die Kommentare, falls euch vielleicht auch noch weitere positive Wirkungen einfallen, wie eben Menschen sich aus der Abhängigkeitserkrankung herausentwickeln. Wie gesagt, ich habe nur eine ganz kleine Liste geliefert. Und sonst hoffe ich einfach, dass euch die Podcast-Folge gefallen hat und ihr einige spannende Aha-Erlebnisse bekommen habt.

32:08
Und wenn ihr meine akzeptanzbasierte wissenschaftliche Arbeit in diesem Podcast gerne unterstützen möchtet, dann schaut euch die Psychoaktiv-Mitgliedschaft an. Den Link dazu findet ihr wie immer in der Folgenbeschreibung. Ich würde mich mega freuen, dich in der Psychoaktiv-Community begrüßen zu dürfen. Und sonst hören wir uns in der nächsten Folge wieder. Bis dann. Tschüss.


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