2C-B

2C-B gehört zur Gruppe der psychedelisch wirkenden Phenethylamine und verbindet Wahrnehmungsveränderungen mit empathogenen und körperlich stimulierenden Effekten. Häufig werden visuelle Muster, intensivierte Farben, veränderte Sinneseindrücke, Euphorie und ein stärkeres Gefühl von Nähe beschrieben. Gleichzeitig reagiert die Wirkung empfindlich auf die aufgenommene Menge: Bereits vergleichsweise kleine Unterschiede können das Erleben deutlich verändern. Dadurch kann aus einem als angenehm empfundenen Rausch schnell eine deutlich intensivere und überfordernde psychedelische Erfahrung werden.
Die Folge ordnet die Geschichte von 2C-B seit seiner Synthese durch Alexander Shulgin ein und erklärt, warum die Substanz zeitweise auch als therapeutisches Mittel oder Sexdroge diskutiert wurde. Thematisiert werden außerdem visuelle und empathogene Effekte, körperliche Reaktionen, mögliche Bad Trips und das bislang nur unzureichend erforschte Langzeitrisiko. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Abgrenzung zu sogenanntem „Tusi“ oder „Tucibi“: Hinter dem oft rosafarbenen Pulver verbirgt sich nicht zwangsläufig 2C-B, sondern mitunter eine wechselnde Mischung verschiedener psychoaktiver Substanzen. Deutlich wird: Gerade bei 2C-B entscheiden Wirkstoffgehalt, individuelle Empfindlichkeit und Kontext besonders stark darüber, wie sich der Rausch entwickelt und wie gut er steuerbar bleibt.
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2C-B
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PODCAST-METADATEN
Folge: 50
Erscheinungsdatum: 28.07.2022
Podcast: Psychoaktiv
Titel: 2C-B
Sprecher: Stefanie Bötsch
Typ: Transkript
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Psychoaktiv, euer Drogen- und Alkoholpodcast mit Steffi. Zieht’s euch rein!
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Hallo Leute, was geht und willkommen zu meiner, ich kann es kaum glauben, Jubiläumsfolge. Freunde, es ist tatsächlich die 50. Folge und im August wird mein Podcast auch noch zwei Jahre alt. Ich habe das so lange durchgehalten. Ich weiß noch, als ich mit dem Podcast angefangen habe vor zwei Jahren, so übelst,
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ängstlich und scheu hat man voll oft gelesen, dass die meisten Podcasts nicht mal über die zehnte Folge hinauskommen. Und da dachte ich, ja, zehn Folgen pack ich, kriege ich schon hin. Wenigstens diese zehn Folgen. Ich muss es wenigstens probiert haben. Und jetzt sitze ich tatsächlich zwei Jahre später immer noch in meinem fucking Kleiderschrank, heute im Badeanzug, weil mir echt warm ist, weil es der heißeste Tag der Woche ist,
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und nehme die 50. Folge aus. Wie krass ist das denn? Mal schauen, wer denn von euch auch wirklich von Anfang an mit dabei war. Ja, die können sich eventuell noch daran erinnern, dass ich gestörte in den ersten vier Monaten tatsächlich drei Folgen dem Monat, ich wollte gerade die Woche sagen, drei Folgen
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Folgen im Monat rausgebracht habe. Da gab es immer zwei Substanzfolgen und eine Themenfolge. Und da kamen die Substanzfolgen noch am Sonntag raus. Also da gab es immer den Substanzsonntag und den Themenmittwoch.
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Aber das habe ich relativ schnell gemerkt, dass das absolut nicht zu leisten ist, dass ich das wirklich gar nicht schaffe. Und dann sind wir, ja, ich nutze den Namen gar nicht, wirklich fällt mir gerade auf, aber einfach auf den Drogendonnerstag umgestiegen. Und seit eineinhalb Jahren gibt es jetzt zwei Folgen im Monat.
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Das reicht auch tatsächlich. Ich habe ja die ganze Zeit währenddessen auch studiert und so und das war echt zwischendrin ein hartes Brot, vor allem wenn ich irgendwelche Hausarbeiten schreiben musste. Ja, da war ich mit zwei Folgen im Monat richtig gut bedient.
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Und Freunde, heute ist auch die letzte Folge von der Sommerpause. Ich befinde mich in den letzten Zügen meiner Masterarbeit und ich bin auch so froh, meinen Podcast jetzt mal sechs Wochen in die Sommerpause zu schicken. Also wir werden drei Folgen aussetzen und Mitte September wieder starten.
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um ja mein Studium jetzt zu Ende zu bringen und auch was ich mich halt wirklich am krassesten freue, dass ich wirklich auch ab Herbst wieder Kopf habe für coole neue Themen, wo ich auch wieder ein bisschen Zeit habe, mich in Themen einzufuchsen und ja, um es mal hart zu sagen, eigentlich steht das Programm im Herbst schon wieder, habe auch schon ein paar richtig, richtig nice InterviewpartnerInnen gefunden. Ich kann
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sicher ein paar Substanzkunde-Wünsche von euch erfüllen. Auf jeden Fall kamen sehr, sehr, sehr viele Nachrichten über Instagram, dass man sich doch mal eine Folge wünscht zu DMT. Ja, vielleicht erfülle ich euch das dann richtig schön im Herbst.
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Ich werde mir Mühe geben. So, und dann hatte ich mir überlegt, wie feiert man eine 50. Jubiläumsfolge? Oder soll ich jetzt irgendwie einen fancy Gast einladen? Und dann denke ich mir, ich habe doch eh schon die ganze Zeit die coolsten Gäste auf der Welt. Und dann dachte ich mir so, ja, warum denn immer mit etwas Besonderes feiern? Lass doch einfach eine good old Substanzkunde feiern.
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Folge machen, im Prinzip das, aus was mein Podcast von Tag 1 immer bestanden hat. Die Interviews kamen ja auch viel später erst dazu und ja, es ist jetzt halt auch bald wieder Festival Season, beziehungsweise hat die Festival Season schon längst angefangen, die Fusion ist schon vorbei, es sind noch ein paar geile Sachen so jetzt halt für den Sommer geplant und
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Und dann dachte ich mir doch mal, ich schicke euch mit ein paar mehr Informationen über 2CW in eure Sommerferien. Oder wer keine Ferien hat, vielleicht in die Festivalsaison. Oder wer auch das nicht hat, ja, einfach in einen noch heißeren Sommer. Musik
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Sprechen wir also über 2C-B. Oder, wer es lang und umständlich, aber dafür auch deutlich genauer haben möchte, über 4-Prom-2.5-Dementoxy-Fenthylamin. Und wie es ja immer der absolute Klassiker ist in meinen Substanzfolgen,
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erzähle ich euch erstmal ein bisschen was über die Geschichte. Aber tatsächlich war es nur so bedingt einfach was über die Geschichte zu 2C-B herauszufinden, aber ich habe natürlich trotzdem ein bisschen was gefunden. 2C-B ist wohl der bekannteste Vertreter der 2C-Stoffgruppe und gehört somit zu den Ventylaminen. Die Struktur ähnelt der von Mescalin
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Und es ist aber eine vollsynthetische Substanz, die nach aktuellem Wissenstand nicht natürlich vorkommt. Man findet ihn also nicht in der Natur. Synthetisiert wurde die Substanz 1974 von Alexander Sascha Theodore Schulgin. Und ja, bei wem jetzt halt nicht der Name sofort klingelt, Schulgin…
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hat in den 1990ern mit seinen Büchern Pikal und Tikal, die hat er gemeinsam mit seiner Frau Anne Schulging veröffentlicht. Und in seinem Buch Pikal beschreibt Schulging auch den Syntheseweg von 2CB. Wer sich jetzt vielleicht wundert, was Pikal bedeutet, ich habe gerade das Buch vor mir tatsächlich. Und ja, im Prinzip steht Pikal wirklich einfach dafür,
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Was der Titel schon mehr oder weniger auch mit ausdrückt und zwar Phantolemens – I have known and loved. Ich finde den Titel super und kann das Buch auf jeden Fall auch jedem ans Herz legen, um da mal reinzustuppern. Ich finde es super. Ich bin aber selber noch gar nicht so weit, aber schon auf jeden Fall ziemlich hooked von den ersten Kapiteln. Werde ich mir auf jeden Fall in meinem nächsten Urlaub dann auch komplett reinziehen und ich kann es kaum erwarten.
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Und an dieser Stelle möchte ich auch Ann Schulgen hiermit gedenken, weil sie ist am 9. Juli gestorben. Ja, und ich habe auch zur Vorbereitung dieses Interviews mehrere Videos angeschaut von den beiden. Die kann man auf YouTube finden. Und ja, das war einfach total beeindruckende Videos. Und ich fand auch die Interaktion der beiden so impressive. Und ja, dementsprechend, da Ann Schulgen eben gerade gestorben ist, wollte ich das eben auch an dieser Stelle erwähnen.
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Nach der Entdeckung von 2C-B durch Alexander Schulgen wurde 2C-B von einer kleinen PsychotherapeutInnengruppe in den USA 2C-B in den Therapie-Sessions genutzt.
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Diese TherapeutInnen, die waren wirklich begeistert von der Substanz und erzählten von einer empathischen Bindung zu den PatientInnen und der hilfreichen Wirkung von 2C-B, das Ego zu überwinden und dann wirklich an unterdrückte Gefühle heranzukommen. Wie genau sich aber 2C-B dann verbreitet hat und sich auch in die Partyszene geschlichen hat, das konnte ich tatsächlich an keiner Quelle wirklich nachvollziehen. Allerdings habe ich ja mehrere Erfahrungen,
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interessante, aber auch schon sehr alte Artikel gefunden, wo eben über 2C-B berichtet wurde. Einmal wurde in einem der Berichte über einen Todesfall, der mit 2C-B assoziiert wurde, berichtet aus dem Jahre 1981 in Pittsburgh, Pennsylvania.
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Und es gab auch noch einen veröffentlichten Krankenhausbericht von 1983, der von diffusen vaskulären Spasmen berichtet, die bei zu hohen Dosen von 2C-B eben aufgefallen sind, als da ein Betroffener ins Krankenhaus kam. Auch das war ein Bericht aus den USA. Allerdings habe ich tatsächlich, vielleicht war ich auch zu blöd zu finden, aber ich habe keine Ortsangabe gefunden. Ich habe da echt ein bisschen quer gestöbert, aber irgendwie…
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Ja, habe ich die genaue Ortsangabe leider nicht gefunden. Der Konsum von 2C-B war allerdings auch nicht nur in den USA bekannt, sondern es gibt auch einen Artikel von 1981 aus Australien, genauer auch aus New South Wales, wo eben dieses Phänomen beschrieben wird, dass 2C-B als LSD beschrieben wird. Und damals wurde das 2C-B in Australien auch in der gleichen Form wie LSD verkauft.
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Also so auf Papierschnipsel oder um einfach den Szenenamen zu benutzen auf Tickets oder Pappen. Und wurde da eben in Australien in Unlauf gebracht und als 2CB verkauft. Ja, meine erste Überlegung war ja, dass sich das weiter verbreitet hat, weil ja aufgrund des Buchs Pikal. Aber das kam allerdings zehn Jahre später raus und zwar das erste Mal 1991.
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Das heißt, zehn Jahre später, als dieser Artikel veröffentlicht wurde. Aber klar, Schulgen hatte natürlich die Substanz synthetisiert, sieben Jahre bevor dieser Artikel in den USA und Australien veröffentlicht wurde. Und ja, dementsprechend war natürlich die Substanz bekannt und konnte sich verbreiten.
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Allerdings, ich würde mich voll freuen, falls es jemand weiß, falls es jemand von den richtig guten Geschichtsnerds von euch gibt, klärt mich gerne auf. Wäre richtig cool. Vielleicht können wir da noch ein Add-on an diese Folge ranklastern. Auf jeden Fall hat sich 2CB relativ schnell auch in der Partyszene verbreitet. Es wurde bekannter und es gab ein paar nicht wissenschaftliche Quellen, die eben die Verbreitung von 2CB mit dem Verbot von MDMA 1986 in Verbindung gebracht haben.
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sozusagen, dass 2C-B damals als MDMA-Ersatz genutzt wurde. Mitte der 1990er wurde 2C-B auch auf legalem Wege über das pharmazeutische Unternehmen Dritte Welle unter dem Namen Aerox verkauft. Das gab es dann auch wirklich so an Tankstellen und Headshops, habe ich gesehen. Und ja, wurde tatsächlich zu sexuellen Erregungen verkauft, unter anderem Aerox, wenn man sich da auch irgendwie die Verpackung so angeschaut hat.
10:06
Ja, war das auch sehr sexuell anmutend, wenn man das mal so sagen möchte. Und in Südafrika wurde 2C-B von 1993 bis 1996 circa legal verkauft als Medizin der Sangomas. Das sind traditionelle Heiler und die Substanz wurde unter dem Namen Ubulavu-Nomatotopin.
10:25
Tolo verkauft. Dies bedeutet frei übersetzt Medizin der singenden Vorfahren. Ja, wenn man diese Verpackung anschaut, dann sieht man, dass das eben auch aus dem deutschen Unternehmen Dritte Welle gelaufen ist. Also, dass dieses Medikament, beziehungsweise dieses freiverkäufliche Substanz in Südafrika eben auch von der Dritte Welle vermarktet wurde. Das ist alles sind keine wissenschaftlichen Quellen. Das muss ich klar sagen. Das ist öfter so, vor allem bei Geschichten, dass es nicht, dass
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dass es nicht möglich ist, komplett wissenschaftliche Quellen zu finden. Ich habe aber zwei verschiedene Quellen gefunden, die eben genau das so erklärt haben. Und ja, das kann man dann für sich selbst so einordnen. Ich fand es auf jeden Fall spannende Indizien, was ja wie 2CB sich so verbreitet hat und welche Geschichte es hinter sich hat.
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Ja, und jetzt kommen wir vielleicht noch zu einer sehr, sehr aktuellen Entwicklung zur 2CB, die ich letztes Jahr ganz krass mitbekommen habe. Und zwar über die Organisation Etche Lecavesa. Das ist eine Organisation in Kolumbien, in Bogotá, die eben auch Aufklärung machen zur Substanzkunde, auch Drugchecking machen. Und die haben letztes Jahr super, super krass gemacht.
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vor Tusi gewarnt. Geschrieben T-U-S-I. Und ich war jetzt immer ein bisschen verwirrt, was damit eigentlich gemeint ist. Und
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2CB auf Englisch ist 2CB und ich habe ja selbst länger in Lateinamerika auch gelebt und man muss dazu sagen, dass halt eben oft auch das englische Niveau vor allem in den öffentlichen Schulen nicht sehr hoch ist und aus 2CB oder 2CB einfach schnell 2C werden kann. Also einfach 2CB wurde dann immer T-U-S-I-B-I geschrieben und die Abkürzung dafür ist 2C. Ganz logisch. Der Punkt war nur und das war eben das
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dass mit dem Tussi, ähm, El Tussi, wie das genannt worden ist, in Kolumbien überhaupt kein 2CB verkauft wurde, sondern, ja, man kann es nicht anders sagen, das war so ein Gulasch aus den Resten, was, glaube ich, in den meisten Laboren noch so übrig geblieben ist. Denn dieses Tussi, was so ein rosa Pulver ist,
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Ja, ist halt in den Drugcheckings total auffällig davon geworden, dass da alles drin war. Und in den wenigsten Fällen 2C-B. Da waren halt auch teilweise bis zu irgendwelchen Opiaten, bis hin halt zu Ketamin oder ähnliches drin. Also wirklich auch total, ja, wild, was in diesem rosanen Pulver drinnen war. Ja, und das war natürlich ein Problem und wurde super viel aufgeklärt und gut aufgeklärt. Und?
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Dann kam mir das tatsächlich nochmal um die Ecke, aber auch nur in einem Einzelfall. Ja, dass eben, ich glaube, das waren das die Niederländer, ich habe das auch wirklich nur so am Rande mitbekommen, eben auch unter dem gleichen Namen ein rosa Pulver im Drug-Checking hatten und da auch kein 2C-B drin war. Also das fand ich sehr interessant und gehört ja zur aktuellen Gegenwartsgeschichte zu 2C-B noch dazu. Deswegen habe ich es einfach mal aufgenommen. Musik
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Schauen wir uns mal die erwünschte Wirkung an. Bei der erwünschten Wirkung von 2C-B ist absolut zu betonen, dass 2C-B unfassbar dosisabhängig ist und dosissensibel ist. Es kann sein, dass schon 2 Milligramm Unterschied einen signifikanten Unterschied in der Wirkung machen kann. Auf gar keinen Fall
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Fall einfach so viel nehmen, wie der Kumpel nimmt oder die Freundin nimmt, sondern wirklich sich selbst mit der Dosis beschäftigen, sich daran tasten, lieber eher ein bisschen niedriger konsumieren, weil es wirklich eine Substanz ist, die furchtbar dosissensibel ist. Im
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Immer abwägen, Feinwaage, absolutes Muss. Also wirklich, nehmt es ernst mit der Dosis bei 2C-B, wenn ihr ja nicht einen Rausch haben wollt, der euch überfordert oder mit dem ihr auch in einem Setting nicht umgehen könnt.
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Ich habe ja vorhin auch gesagt, naja, ich schicke euch mit 2CB in die Festivalsessort. 2CB ist eine Substanz, die auch auf Festivals genommen wird. Aber dadurch, dass es auch eine sehr psychedelische Substanz ist, also sehr viel mit Optics arbeitet, kann das auch in einem Festival furchtbar überfordert werden.
14:50
Ja, und in dieser Tat bin ich eigentlich schon irgendwie bei Safer-Use-Warnungen oder was heißt Warnungen? Weisungen. Ja, und in dieser Tat bin ich eigentlich schon irgendwie bei Safer-Use-Warnungen oder was heißt Warnungen? Weisungen.
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Ich wollte euch doch eigentlich was von der Wirkung erzählen. Also 2C-B kann sowohl oral eingenommen werden, auch als gesneeft. Und beim Sneefen wird die Dosis noch einmal deutlich geringer eingesetzt als beim oralen Konsum. Und die Wirkdauer wird beim oralen Konsum so zwischen 4 und 8 Stunden angesetzt und beim Sneefen so zwischen 2 und 4. Und der Wirkeintritt ist circa nach einer halben Stunde bis Stunde, wenn man geschluckt hat. Also Wecker stellen, Freunde, nicht zu schnell nachlegen. Und nach 5 bis 10, wenn man gesneeft hat. Der Effekt…
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Der Effekt wird sehr oft beschrieben als eine Mischung aus MDMA und LSD. Das habe ich wirklich überall gelesen in der Recherche. Allerdings wird diese Beschreibung auch oft sehr kritisch betrachtet. Aber woher diese Beschreibung kommt, liegt im Prinzip doch auf der Hand.
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Denn die zwei Hauptkomponenten der Wirkung, die einfach beschrieben werden und mit 2C-B assoziiert werden, sind eben auch mit MDMA und LSD assoziiert. Und daher kommt wahrscheinlich auch dieser klare Vergleich. Wie ich schon gerade gesagt habe, wirkt 2C-B wirklich stark halluzinogen. Dabei kann es sowohl zu visuellen Effekten mit geschlossenen Augen kommen, aber auch mit offenen Augen. Dabei werden nicht nur rote oder grüne Halos, also wie so farbige Ränder,
16:14
um Dinge beschrieben, vor allem auch um Lichter, sondern auch farbige Muster, Bewegungen, die einfach um einen herumwabern und in sich wabern. Das heißt eben, dass die Umgebung und das, was man sieht, ja stark auch ein Eigenleben bekommt und ja um einen herumwabert. Außerdem hat 2C-B auch eine empathogene Wirkung.
16:35
Jedoch wird dies als deutlich leichter als die von MDMA beschrieben. Es kommt zu einer Stimmungserhöhung bis hin zur Euphorie. Manche beschreiben, dass sie leichter mit anderen Menschen in Kontakt kommen und fühlen sich eben empathischer. Außerdem wirkt 2C-B aphrodisierend. Deswegen wurde auch die Substanz damals, wie ich das erzählt habe, als Sexdroge verkauft. Also man hat mehr Lust auf…
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auf Sex und fühlt sich dem Ganzen mehr aufgeschlossener. Auch das wird sehr schön in dem Buch Pikal geschrieben, wo eben das Lovemaking als sehr extraordinary beschrieben wird. Sorry, ich habe die englische Version, deswegen ein bisschen denglisch. Und 2CB hat außerdem noch eine Auswirkung auf das Körpergefühl. Manche beschreiben das auch als
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Also ein Trip mit dem Körper. Es wird als warmes Gefühl beschrieben, das sich im ganzen Körper ausbreiten kann. Schauen wir uns mal kurz noch die Wirkung im Gehirn ein. Beziehungsweise wir können eigentlich nur von Weitem reinlucken, weil bei 2C-B ist die Wirkweise im Gehirn weitestgehend.
17:39
wirklich nicht geklärt. Also es wird davon ausgegangen, dass 2C-B an den serotonerigen 5-HT2C-Rezepte ansetzt und zwar entweder als Voll- oder als Teilagonist und es ging auch in Studien mit Ratten hervor, dass 2C-B das Dopaminlevel erhöht und somit auch seinen Einfluss auf die psychoaktive Wirkung nimmt. Doch wie genau das aktiviert, dass am Ende der psychedelische Effekt rauskommt, ist uns wie bei anderen Psychedelikern, ja, sind
18:05
Da sind wir halt in der Hypothesenbildung und es ist nicht so ganz irgendwie so runterzuklopfen, wie wir das manchmal bei anderen Substanzen haben, obwohl man auch da sagen muss, dass es nicht so ganz klar ist. Ja, schauen wir noch auf die unerwünschten Wirkungen drauf. Akut treten bei 2C-B-Konsum eine Erhöhung der Körpertemperatur auf und ein vermindertes Hungergefühl. Es wird uns also heiß, aber wir haben keinen Hunger mehr.
18:33
Es kann zu intensiven Optics kommen und diese intensiven Optics, die ich schon vorhin erklärt habe, die können auch zu ziemlichen Schwindelgefühlen führen und auch eine extreme Überforderung auslösen, vor allem in lichterfüllten Räumen. Was man in dem Aspekt machen kann, ist auf jeden Fall reizarmer Raum. Wenn es sein muss, alles abgedunkelt, immer mit einem Trip-Sitter an der Seite, weil es wirklich sehr überfordernd sein kann.
18:57
Außerdem kann es zu Bluthochdruck kommen und Herzklopfen. Und vor allem Menschen mit Herzproblemen sollten eigentlich auf den Konsum verzichten. Außerdem kann es aufgrund der aphrodisierenden Wirkung zu unerwünschten Erektionen kommen.
19:10
Das heißt, dass man eben auch seinen Sexualtrieb weniger unter Kontrolle hat. Und UserInnen berichten auch von Magen-Darm-Beschwerden. Es kann zu erhöhtem Schwitzen kommen, zu Zähneknirschen, zu Husten aufgrund von einer höheren Schleimproduktion. Außerdem kann es natürlich auch zu Bad Trips kommen, vor allem wenn Set und Setting nicht geachtet wird.
19:28
da eben die Erfahrung sehr intensiv sein kann. Und wenn man sich selbst nicht wohl fühlt, sich in der Umgebung nicht wohl fühlt, erhöht man eben die Chance auf einen Bit-Trip. Und das kann halt wirklich von Verwirrung bis hin zu Todesängsten gehen. Außerdem kann 2C-Bit-Trips
19:46
wie andere Substanzen eben auch, inklusive Alkohol, latente, also bereits angelegte Psychosen auslösen. Aber weitere Langzeitrisiken sind auch wirklich nicht erforscht bei 2C-B. Das ist halt echt eine Nischendroge, für die sich bedingt interessiert wird. Wie andere serotonergen Psychedelika wird 2C-B ein niedriges Abhängigkeitspotenzial zugeschrieben. In
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In mehreren Trip-Reports wird jedoch im Gegensatz zu LSD und Pilzen eine langsame Toleranzbildung beschrieben, also dass man sozusagen es immer und immer und immer wieder nehmen kann. Da habe ich aber wirklich auch komplett sich widersprechende Quellen bzw. Trip-Berichte gefunden, die gesagt haben, dass man mindestens mal eine drei Monate lange Konsumpause braucht, um den gleichen…
20:30
Effekt wieder zu bekommen. Da bin ich mir jetzt ehrlich gesagt nicht sicher, weil es sich wirklich irgendwie je nach Quelle total unterschieden hat. Bei LSD oder bei Pilzen ist es ja so, dass dadurch, dass eben so eine hohe Toleranzbildung kommt, es überhaupt keinen Sinn macht, immer und immer und immer wieder zu konsumieren, weil einfach nichts passiert. Allerdings, und da schaue ich halt dann auch immer wieder auf meine Arbeit, wo 2C-B halt wirklich auch nur gering eine Rolle spielt, aber auch echt sagen muss, es ist
20:55
eventuell eine Komponente in einem Konsummuster, das viele Substanzen beinhaltet, aber war auch noch nie Primärthema. Will niemals sagen nie, ich hoffe es natürlich, aber wenn es da vielleicht auch Menschen gibt, die sagen, sie wären von 2C-B abhängig, würde mich echt interessieren, schreibt mich gerne auf Instagram an, weil es mir so tatsächlich noch nicht vorgekommen.
21:20
Sehr wichtig ist es auch immer, die Nachweisbarkeit anzuschauen. Und die Nachweisbarkeit hängt natürlich auch immer vom Körper und vom Konsum ab. Allerdings ist so der Konsens, dass 2C-B nur 3 Tage im Urin nachweisbar ist und deutlich kürzer im Blut. Aber in herkömmlichen Schnelltestverfahren wird nicht auf 2C-B getestet. Also ich wurde selbst schon aus dem Festival rausgezogen und hatte einen Drogentest hinter mir gemacht.
21:44
Da war sicher kein 2C-Bit dabei und habe das jetzt so anderweitig auch noch nicht mitbekommen, dass 2C-Bit getestet wurde. Lassen wir noch ein paar Worte da zum Mischkonsum. Ihr wisst, risikofreien Konsum gibt es nicht und es ist immer sicherer, auf Mischkonsum zu verzichten.
22:05
Trotz allem ist Mischkonsum eine Realität, die passiert und deswegen gehe ich auch in meinen Folgen immer darauf ein. Der Mischkonsum von 2C-B und Mao-Hemmern, Mao-Hemmer sind zum Beispiel einige Antidepressiva, aber auch Johanniskraut, sollte vermieden werden, dass sich dadurch der Rausch unkontrollierbar verlängern kann. Also bitte 2C-B nicht mit Mao-Hemmern mischen. Wenn ihr auf Antidepressiva seid, fragt zumindest mal euren Arzt, wenn ihr es selbst nicht wisst, eure Ärztin,
22:34
ob eure Antidepressiva Maohammers sind. Die Kombination von 2C-B und anderen Stimulantien wie Kokain, Amphetamin kann aufgrund
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der Erhöhung des Dopaminlevels die Wahrscheinlichkeit auf Paranoia, Panikattacken, Gedankenkreisen und innere Unruhe verstärken. Also erhöht die Wahrscheinlichkeit für einen unangenehmen Trip beziehungsweise auch einen Bad Trip. Und auch die Mischung mit Cannabis kann zu erhöhter Wahrscheinlichkeit von innerer Unruhe, Paranoia und Panikattacken kommen. Auch hier sollte man auf den Mischkonsum verzichten. Sonst habe ich auf verschiedenen Quellen eben auch noch gelesen, dass eben die Mischung von Alkohol und 2C-Bier als sehr unangenehm beschrieben wird.
23:10
Und im Allgemeinen, wenn man sich mal wirklich sehr durch die ganzen Tripforen beim Mischkonsum geht, es ja auch wirklich viel, sich auch Forenbeiträge anzugucken, schaut, hat man so ein bisschen den Konsens, dass sich 2C-B jetzt halt allgemein nicht so gut mit anderen Substanzen verträgt. Das ist auf jeden Fall das, was ich da so rausgezogen habe.
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Ja, Leute, das war es von mir. Es geht in die Sommerpause und wir hören uns am 22. September wieder. Ja, ich weiß, ihr müsst sechs Wochen ohne Substanz-Nerd-Stuff aushalten. Aber ich sage euch, die Pause wird sich lohnen, weil dann bin ich wieder freshy. Falls ihr Fragen habt, Rückmeldungen habt, ihr könnt mir immer schreiben. Entweder über meine E-Mail psychoaktiv.podcast at gmail.com oder einfach über Insta unter psychoaktiv.pod
24:00
Oder über Twitter unter psychoaktivcast. Also man findet mich eigentlich auf den meisten Foren und kann mich da gerne anschreiben. Und wenn ich Zeit finde und sobald ich Zeit finde, schreibe ich da auch immer gerne zurück. Falls ihr es noch nicht gemacht habt, ihr würdet mir einen riesengroßen Gefallen tun, wenn ihr meinen Podcast bewertet, entweder auf Spotify oder Apple Podcast oder auch
24:25
einfach anderen interessierten Menschen meinen Podcast weiterempfehlen. Der ist so krass gewachsen über diese zwei Jahre. Ich kann es immer noch nicht glauben, weil der ist echt das erste Jahr auch eher so, ja war moderat und dann ging es ab so richtig krass. Das hat mich voll gefreut, dass so ein Thema eben ja auch so eine breite Masse interessiert.
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Und ich freue mich einfach, wenn das Thema noch größer wird, wenn das noch transparenter behandelt wird und Menschen vor allem über Substanzen ins Gespräch kommen. Weil das ist halt eben auch das A und das O, um Schadenspotenziale zu minimieren, indem darüber geredet wird, indem wir uns darüber austauschen, indem wir über Konsum reden.
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Und es nicht irgendwie, vor allem bei illegalisierten Substanzen, irgendwie mit Schweigen umhüllen und damit eben das Risiko auf unerwünschte Wirkungen einfach deutlich erhöhen. Ja, und mit diesen Sätzen verabschiede ich mich und ich freue mich wieder im Herbst zu starten. Das war Psychoaktiv, euer Drogen- und Alkoholpodcast mit Steffi.
