Ketamin, Adderall, Ecstasy – wie viel stimmt beim Fall Elon Musk?

Ausgangspunkt dieser Folge ist der in der New York Times erschienene Artikel „Elon Musk Juggles Drugs and Family Drama on Trump’s Campaign Trail“ von Kirsten Grind und Megan Twohey. Darin wird über Musks mutmaßlichen Konsum von Ketamin, Adderall, MDMA und psychedelischen Pilzen berichtet und das Bild eines chaotischen und unzuverlässigen Menschen gezeichnet. Die Folge prüft, was durch den Artikel tatsächlich belegt wird – und an welchen Stellen unklare Formulierungen, fehlender Kontext und die bloße Aufzählung verschiedener Substanzen mehr suggerieren, als sich aus den verfügbaren Informationen ableiten lässt.
Eingeordnet werden der medizinische und außermedizinische Gebrauch von Ketamin, die Bedeutung von Adderall sowie die Frage, warum privater MDMA- oder Pilzkonsum nicht automatisch etwas über die berufliche Zuverlässigkeit einer Person aussagt. Gleichzeitig wird erklärt, weshalb ein möglicherweise regelmäßiger Ketaminkonsum bei einem Menschen mit großem politischem, wirtschaftlichem und sicherheitsrelevantem Einfluss durchaus von öffentlichem Interesse sein kann. Deutlich wird: Drogenkonsum darf kritisch hinterfragt werden – aber nur auf Grundlage belegbarer Zusammenhänge und nicht als Mittel, um unerwünschtes Verhalten vorschnell mit Substanzen zu erklären..
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Ketamin, Adderall, Ecstasy – wie viel stimmt beim Fall Elon Musk?
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PODCAST-METADATEN
Folge: 116
Erscheinungsdatum: 03.07.2025
Podcast: Psychoaktiv
Titel: Ketamin, Adderall, Ecstasy – wie viel stimmt beim Fall Elon Musk?
Sprecher: Stefanie Bötsch
Typ: Transkript
TRANSKRIPT BEGINN
00:01
Und das finde ich ehrlich gesagt einfach schwach. Mich persönlich juckt es nicht, ob Musk Pilze oder Ecstasy auf irgendwelchen privaten Partys schmeißt. Die Welt spricht über Elon Musk’s Drogenkonsum. Und hier bei Psychoaktiv schauen wir uns an, was wir wirklich wissen.
00:37
Psychoaktiv, euer Podcast mit Suchttherapeutin Stefanie Bötsch. Zieht’s euch rein!
00:47
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge Psychoaktiv und heute auch zu einem neuen Format, dass ich einfach mal Weltstoff getauft habe. In diesem Format möchte ich gerne an aktuellen Geschehen und aktuellen Schlagzeilen rund um Drogenkonsum und Sucht mit euch mal schauen, was hinter diesen Schlagzeilen wirklich steckt und wie man das alles bewerten kann. Oh
01:14
Und in dieses Thema steigen wir tatsächlich ein mit Elon Musk. Und mir ist diese Folge teilweise ein bisschen schwer gefallen, weil, wie ihr euch vielleicht denken könnt, bin ich kein großer Elon Musk-Fan at all. Doch wenn ich mir seine Berichterstattung über seinen Drogenkonsum in den letzten Wochen anschaue, bin ich durchaus auch in der Rolle, dass ich ihn teilweise in Schutz nehme bzw. verteidige.
01:42
Und dass ich mal Elon Musk Drogenkonsum in meinem Podcast verteidige, überrascht mich ehrlich gesagt ein bisschen selbst. Auf der anderen Seite finde ich es eigentlich genau das perfekte Beispiel. Denn bei Psychoaktiv ist es mir nicht so wichtig, wer konsumiert, sondern was das Setting ist, was der Kontext ist und egal wer es ist, der Versuch aufgrund des Drogenkonsums eine Person zu stigmatisieren als unzuverlässig, als
02:09
als verantwortungslos darzustellen, ist einfach ein richtig häufiges Thema und stärkt die Stigmatisierung von Menschen, die Drogen konsumieren, extremst. Und gerade wenn wir über einen Elon Musk sprechen, der ja wirklich sehr auffällig war in den letzten Monaten slash Jahren und wir nun jetzt noch ein bisschen Drogen in diese Geschichte reinwerfen und dann so sagen, naja, vielleicht sind ja die Drogen schuld, dass er sich so verhält, wie er sich verhält, kommen wir natürlich
02:37
Immer tiefer in dieses Narrativ. Drogen machen Menschen leiser.
02:42
crazy, unverantwortlich, nicht vertrauenswürdig und und und. Deswegen ist vielleicht Elon Musk wirklich auch genau das richtige Beispiel und ich freue mich auf jeden Fall mit euch jetzt in dieses Thema reinzugehen. Wir schauen uns einen New York Times Artikel gemeinsam an, der beschreibt, wie Musk mit Ketamin, MDMA und einem Pillenvorrat von 20 Pillen pro Tag seinen politischen Alltag bestreitet und
03:09
Und genau da schauen wir mal fragend dahinter. Aber bevor wir gleich einsteigen, willkommen Niklas als neues Psychoaktiv Plus Mitglied. Danke, dass du meine Arbeit unterstützt und ja, Liebe geht raus. Und jetzt lasst uns ein bisschen in Masks Drogenkonsum eintauchen. Musik
03:29
Elon Musk kann man wahrscheinlich vor allem auch in den letzten Monaten schlecht aus dem Weg gehen. Trotzdem möchte ich mal ein paar Sätze darüber verlieren, wer Elon Musk eigentlich ist. Elon Reeve Musk wurde im Juni 1971 in Südafrika geboren. Er ist also aktuell 54 Jahre alt. Bekannt wurde er vor allem als Unternehmer von Unternehmen wie Tesla, SpaceX, Neuralink,
03:55
Oder eben seit der Übernahme von Twitter auch als Gesicht von X. Vielleicht auch eine kleine Side-Note, er hat nicht alle diese Unternehmen gegründet, auch wenn es gerne mal behauptet wird oder den Anschein macht. Bei Tesla ist er zum Beispiel sehr früh als Investor eingestiegen und hat sich dann mehr und mehr immer in diese Firma eingebracht. All seine unternehmerischen Tätigkeiten haben ihn unfassbar reich gemacht.
04:19
Sein Vermögen wird aktuell auf 410,8 Milliarden US-Dollar geschätzt. What the fuck, das ist so krass. In den letzten Monaten war Elon Musk dann auch noch sehr politisch aktiv. Mit der Wiederwahl von Trump und auch während seiner Wahlkampagne hat man ihn sehr regelmäßig an Trumps Seite gesehen. Und zwar war er dort als Berater eingestellt.
04:45
Er hatte zwar nicht die offizielle Leitung, allerdings hatte Musk in der letzten Zeit maßgeblichen Einfluss auf das Department of Government Efficiency, kurz DOJ. Und das ist halt eine Organisation, die die Regierungseffizienz und Produktivität steigern sollte. Und ja, wir sprechen hier in der Vergangenheitsform, denn Musk war formal nur zeitlich begrenzter Berater. Sein Rückzug
05:10
war oder beziehungsweise wird dementsprechend als planmäßig dargestellt. Allerdings gibt es da auch Gerüchte drum, dass dem gar nicht so war. Denn sein politischer Rückzug steht nämlich relativ auffällig in Verbindung mit, also in der zeitlichen Verbindung mit seiner Berichterstattung über seinen Drogenkonsum. Deswegen geht man so ein bisschen davon aus, dass das eventuell zusammenhängen könnte. Allerdings gibt es dafür keine offiziellen Bestätigungen.
05:38
Und im Mai erschien nämlich auch der Bericht mit dem Titel Elon Musk juggelt Drugs and Family Drama on Trumps Campaign Trail, um den es eben heute geht. Und in diesem Artikel wird beschrieben, dass Musk regelmäßig Ketamin genommen haben soll. Teilweise eben auch während seiner Zeit in Washington. Außerdem ist die Rede von Partys mit MDMA und Pilzen sowie einen enormen Medikamentenvorrat, den er jeden Tag zu sich nimmt.
06:06
In dem Artikel geht es aber nicht nur um den Substanzkonsum, sondern zeichnet allgemein ein Bild von Kontrollverlust, von Chaos, von mangelnder Verantwortlichkeit und zwar beruflich wie privat. Es geht nämlich auch unter anderem darum, dass er mit vielen verschiedenen Frauen viele Kinder bekommen hat und dass das alles sehr diffus wirkt.
06:26
Und genau dieser Artikel hat natürlich auch ein enormes Medienecho hervorgerufen, inklusive von öffentlicher Empörung, von Sport, aber natürlich auch von Verteidigung. Und genau hier wollen wir dann heute genauer ansetzen.
06:39
Und uns fragen, was ist eigentlich legitim an dieser Debatte und was ist ja schaulos der moralische Zeigefinger, den man ja auch im Kontext von Drogen so häufig hat. Und an dieser Stelle finde ich es eigentlich auch ganz passend, dass wir uns in dieser Folge mit jemandem beschäftigen, den ich persönlich ziemlich kritisch sehe.
06:57
Aber damit es nicht falsch rüberkommt, wenn ich die Berichte über Masks Drogenkonsum auseinandernehme und genauer einordne, dann heißt das nie, dass ich seine politischen Ansichten teile oder seine Handlungen im Allgemeinen befürworte. Heute geht es wirklich nur um die Berichterstattung des Drogenkonsums und welche Schlüsse und Konsequenzen wir daraus ziehen.
07:20
ziehen können. Also lasst uns jetzt wirklich auch tiefer in diesen New York Times Artikel einsteigen. Der Artikel startet gleich im zweiten Absatz mit folgendem Zitat, das ich übrigens selbst auch ins Deutsche übersetzt habe, sonst wird das ein bisschen konfus, wenn ich immer erst das Originalzitat auf Englisch vorlese und dann auf Deutsch. Wir bleiben einfach bei Deutsch, um es ein bisschen einfacher zu machen. Also, zweiter Absatz des Artikels ist wie folgt.
07:49
Er erzählte anderen, dass er so viel Ketamin nehme, ein starkes Anästhetikum, dass es bereits seine Blase beeinträchtige. Eine bekannte Nebenwirkung bei chronischem Konsum. Außerdem nahm er Ecstasy und psychedelische Pilze. Und er reiste mit einer täglichen Medikamentenbox, die etwa 20 Tabletten enthielt. Darunter auch welche mit der Markierung des Stimulants Adderall. Wie ein Foto der Box und Aussagen von Personen zeigen, die sie gesehen haben.
08:18
Ich finde, dieser Absatz gibt schon relativ gut den Ton an, in welche Richtung der Artikel gehen wird. Denn im Prinzip wird gleich im zweiten Absatz ein Bild darüber gezeichnet, dass Elon Musk eine Person ist, die viele verschiedene Drogen konsumiert. Doch wenn wir uns den Drogenkonsum von öffentlichen Personen anschauen, dann…
08:40
ist es für mich wichtig, dass in dem Artikel klar wird, warum wir uns diesen anschauen und dass wir ihn auch in klarem Zusammenhang stellen mit der Rolle, die die Person einnimmt. Bei Elon Musk ist es meiner Meinung nach also die Frage, okay, hat sein Drogenkonsum seine Rolle in der Politik und seine Rolle als CEO in verschiedenen Unternehmen beeinflusst?
09:09
kann er all die Verantwortung und all die Macht, die er hat, überhaupt verantwortungsvoll ausführen mit dem Drogenkonsum, den er hat.
09:20
Das wären für mich die relevanten Fragen und das sind auch die relevanten Fragen, nach denen ich diesen Artikel prüfen werde. Denn was halt häufig bei Drogenkonsum, bei Berichterstattung zu Drogenkonsum passiert, ist so ein bisschen, naja, er konsumiert Drogen, also kann er seine Arbeit nur schlecht machen. Und das stimmt einfach nicht. Der Drogenkonsum macht Menschen nicht per se schmerzhaft.
09:43
schlecht oder unzuverlässig. Es kommt maximal auf den Kontext an. Und genau das können wir an dem Absatz auch schon gleich schön ableiten. Also es geht ja erstmal um den Ketaminkonsum, den schauen wir uns gleich nochmal genauer an, weil das ist im Prinzip der größte Teil dieses Artikels. Aber im zweiten Satz
10:04
Satz steht ja auch, er nahm außerdem Ecstasy und Pilze. Es gibt übrigens auch Folgen zu Psilocyben, Pilzen und MDMA und zwar ist die MDMA-Folge die Folge 5 und für die Psilocyben, Pilze habe ich ein wunderbares Interview für euch. Das sind die Folgen 31 und 32. Und dieser Aspekt wird tatsächlich später im Artikel auch nochmal aufgefasst in einem einzigen weiteren Satz.
10:30
Mit dem Hinweis, dass Personen berichtet haben, dass er Ecstasy und Psilocybe-Pilze bei privaten Veranstaltungen konsumiert habe.
10:39
Und das war’s. Und da möchte ich einfach mal sehr deutlich sein, wenn ich auf einer privaten Veranstaltung in meiner Freizeit mit genügend Recovery-Zeit Pilze oder mein MDMA konsumiere, dann hat das nicht automatisch den Rückschluss, dass ich meine Arbeit am Montag, am Dienstag, am Mittwoch deswegen schlechter mache oder da keine Verantwortung mache. Also das ist einfach nicht so.
11:05
Und für mich macht dieser Satz total den Anschein oder beziehungsweise die Bezugnahme auf den MDMA- und Psilocybin-Konsum, macht es für mich den Anschein, dass es den Menschen, die diesen Bericht geschrieben haben,
11:19
nicht gereicht hat, nur über den Ketaminkonsum zu sprechen. Weil nur Ketamin kann im medizinischen Rahmen stattfinden, da gibt es vielleicht zu viele Entschuldigungen für. Deswegen nehme ich alle Berichte, die ich irgendwie habe, über Drogen noch zusammen, damit ich ein Bild zeichnen kann von einem Multidrogenkonsumierenden, um halt eben auch dieses Bild des verantwortungslosen Menschen aufgrund des Drogenkonsums weiterzugeben.
11:47
weiter zu intensivieren. Und das finde ich ehrlich gesagt einfach schwach. Mich persönlich juckt es nicht, ob Musk Pilze oder Ecstasy auf irgendwelchen privaten Partys schmeißt. Ohne jeglichen weiteren Kontext ist das keine relevante Aussage.
12:05
Wenn er jetzt hat Pilze und MDMA während einer Veranstaltung konsumiert, wo er eben auch noch verantwortungsvolle Aufgaben erfüllen muss. Das ist relevant. Das ist interessant. Aber…
12:19
Nicht in seiner Freizeit. Und jetzt schauen wir uns auch nochmal die Box mit den 20 Pillen an, unter anderem mit Adderall. Für manche ist Adderall vielleicht gar kein Begriff. Es handelt sich dabei um ein ADHS-Medikament, das in den USA häufig verschrieben wird. Und Adderall ist eine fixe Kombination aus verschiedenen Amphetaminsalzen, darunter Amphetaminsulfat, Dextroamphetaminsulfat, Dextroamphetaminsacharat und Amphetamin.
12:48
Amphetamin Aspartat. Also letztlich unterschiedliche Formen von Amphetamin, die eben gemeinsam eine starke stimulierende Wirkung entfalten. In Deutschland ist Adderall nicht zugelassen. Bei uns wird in der Regel Methylphenidat verschrieben, also Ritalin oder Medikinet. Und in wirklich seltenen Fällen, wenn die nicht wirken oder es zu starke Nebenwirkungen gibt, kann auch reines Amphetamin verschrieben werden und
13:14
zum Beispiel als Attentin oder individuell von der Apotheke hergestellt. Das ist allerdings bei uns super streng reguliert und muss wirklich auch gut medizinisch begründet werden. Adderall ist übrigens auch ein sehr spezifisches US-Thema mit einer auch wirklich kritisch zu betrachtenden Verschreibungspraxis. Geht zwar nicht um Deutschland, falls euch aber das Thema interessiert, könnt ihr es gerne mal in die Kommentare packen.
13:38
Wenn ihr meinen Podcast auf Spotify oder YouTube hört und mich einfach mal wissen lassen, ob ihr euch auch für Adderall interessiert, dann kann ich es mal mit auf die Folgenliste nehmen. Aber zurück zu unserer Box mit den 20 Pillen. Die Aussage in dem Artikel ist ja wie folgt. Es ist eine Box voller 20 Pillen. Die sollen seine Tagesdosis sein und manche davon…
14:01
Sign Adderalls. Und hier kommen wir zu den Feinheiten, die ich aber unfassbar wichtig finde. Und ich finde, wenn wir das mal an einem Artikel durchnehmen, wird es hoffentlich euch auch in allen anderen Artikeln, die ihr vielleicht so übertrogen lest, klarer. Denn wenn man das erstmal so liest, vor allem wenn ich so, ich habe mich selbst dabei erwischt, als ich den
14:23
Artikel beim ersten Mal so durchlesen, habe ich gedacht, okay, das ist eine Box voller 20 Pillen, voller Adderall, die er jeden Tag nimmt. Das ist viel. Aber wenn ich den Satz nochmal in Ruhe langsam lese, steht da ja ganz klar, es ist eine Box voller 20 Pillen und manche, ones of them, auf Englisch,
14:44
hatten eben dieses Adderall-Branding. Das heißt, wenn man wirklich den Inhalt dieses Satzes sich genau anschaut, dann steht da nichts anderes wie, das waren 20 Pillen und mehr als eine Pille, also vielleicht auch nur zwei, waren Adderalls. Und jetzt gibt es ja wirklich verschiedene Möglichkeiten, was das für eine Pillenbox war. Vielleicht waren das zwei Adderalls, die medizinisch verschrieben waren, plus 18 Nahrungsergänzungstabletten.
15:12
Hört sich für mich auch nach einer hohen Menge Nahrungsergänzungstabletten an. Aber ich finde das Beispiel sehr passend, um mal die Möglichkeiten…
15:20
Wir wissen es nicht. Aber das Bild, was gezeichnet wird, ist, dass der schnelle Leser denkt, oh ja, krass, der nimmt 20 Adderalls am Tag. Und das ist für mich eine Diffamierung der Person, weil extra so geschrieben wird, dass man von einem enorm hohen Konsum ausgehen kann. Sowohl, was diese 20…
15:42
Pillenbox betrifft, als auch den MDMA und Pilzkonsum. Denn beides, und das finde ich sehr wichtig, wird außerhalb dieser Einleitung nicht
15:53
Entweder gar nicht mehr erwähnt, ja, die Pillenbox. Oder halt nur in so einem Nebensatz, wo es eben darum geht, naja, er hat MDMA und Pilze halt in seiner Freizeit konsumiert. Aber gut, verlassen wir jetzt mal die Pilze, das MDMA und die Pillenbox und schauen wir mal zu dem Kernthema des Artikels und zwar dem Ketamin. Musik
16:18
Musks Ketaminkonsum ist ein Konsum, den er selbst zugibt. Laut eigener Aussage sagte er, er nimmt kleine Mengen Ketamin alle zwei Wochen. Und zwar verschrieben von einem Arzt gegen seine depressiven Verstimmungen. Und außerdem sagt er, wenn man zu viel Ketamin nimmt, bekommt man eben auch keine Arbeit mehr erledigt und er habe sehr viel Arbeit. Also Kontext logischerweise nicht.
16:43
ich kann überhaupt nicht die ganze Zeit Ketamin konsumieren, weil ich sonst einfach meinen Verantwortungen nicht mehr hinterherkommen könnte. Demgegenüber stehen allerdings Aussagen von seinem Umfeld, laut denen Masks Konsum deutlich häufiger gewesen sein soll. Und zwar teilweise täglich. Und er habe ja anscheinend auch Leuten erzählt, dass er schon Blasenprobleme bekommen hat aufgrund seines Konsums. Und Blasenprobleme sind tatsächlich Anerkennung
17:11
Ein sehr typisches Risiko, eine sehr typische Nebenwirkung von sehr regelmäßigen Ketaminkonsum. Und außerdem haben die Ketamininfusionen regelmäßig in Hotels stattgefunden. Dazu kommen wir gleich nochmal, wie das einzuschätzen ist. Was der Artikel also in Frage stellt, ist, ist der Ketaminkonsum von Musk, den er ja auch öffentlich zugibt, ich finde zugeben eigentlich so ein
17:40
So ein schlechtes Wort, weil es sowas mit Rechenschaft hat. Also über den er ja auch öffentlich gesprochen hat, nehmen wir lieber mal das. Und genau, der Artikel stellt in Frage, ob es sich hier wirklich noch um einen medizinischen Gebrauch handelt oder ob sich halt dieser therapeutische Konsum längst mit einem freizeitlichen Konsum oder einem sehr funktionalen, außermedizinischen Konsum vermischt.
18:03
Und das ist eine relevante Frage, wenn man überlegt, welche Ämter Musk inne hat. Doch bevor wir weitermachen, schauen wir uns erstmal kurz genauer an, was Ketamin eigentlich ist und in welchem Rahmen es überhaupt für Depressionen zulässig ist. Ich meine, viele, die was von Ketamin hören oder die Ketamin hören, denken ja immer sofort, ah, dieses Pferdebetäubungsmittel.
18:26
Und das gibt Ketamine auch immer gleich so ein, ja, das nehmen eigentlich nur Pferde-Vibe. Das ist allerdings Quatsch.
18:33
Ketamin wird sowohl in der Veterinär- als auch in der Humanmedizin standardgemäß benutzt. Es gibt übrigens auch ein super ausführliches Interview zu Ketamin im Podcast, und zwar Folge 41 und 42. Falls euch meine kurze Zusammenfassung jetzt nicht reicht, könnt ihr auch nochmal später in diese Folgen reinhören. Ketamin wird also sowohl bei uns Menschen als auch bei Tieren genutzt, und zwar als Anästhetikum. Und
18:58
Und es ist einfach auch ein super wichtiges Medikament in der Notfallmedizin. Es wird zum Beispiel gerne dafür genutzt, wenn sich Menschen betrunken sehr stark verletzen. Denn aufgrund des Alkoholkonsums kann man keine Opiate geben, wissen wir ja, ist eine tödliche Kombi mit der Gefahr von einer Atemdepression.
19:16
Und da kommt dann Ketamin ins Spiel, denn da hat man eben nicht so das Problem mit der Atemdepression und das ist einfach eine super Sache. Neben der Vergabe als Anästhetikum ist auch in Deutschland Ketamin für Depressionen zugelassen. Und zwar als Nasenspray unter dem Handelsnamen Spravato. Und das wird in Deutschland bei therapieresistenten Depressionen in Kombination mit einem Antidepressivum vergeben. Allerdings nur…
19:42
unter medizinischer Aufsicht. Man bekommt also nicht ein Ketamin-Nasenspray nach Hause, sondern geht zum Arzt, kriegt seine Dosis in die Nase gesprüht, wartet und darf dann irgendwann wieder nach Hause gehen. Und auch die Ketamininfusion, über die wir ja auch gerade schon im Rahmen des Artikels gesprochen haben, gibt es in Deutschland in spezialisierten Kliniken. Das ist aber auf jeden Fall eine Privatleistung,
20:06
und findet aber auch vor allem in diesen Klinikkontexten unter ärztlicher Aufsicht statt. In den USA wird Ketamin etwas entspannter gehandhabt als in Deutschland. Auch hier kann man Ketamininfusionen in den sogenannten Ketamin-Clinics bekommen und auch die USA haben genau das Nasenspray, von dem ich gerade gesprochen habe. Allerdings ist die medizinische Anwendung hier nicht so streng reguliert. Es gibt hier kein landesweites verpflichtendes Protokoll,
20:34
Es gibt vor allem wirklich Services, die dir die Infusion zu Hause oder im Hotel legen. Ich habe mir auch so diese Angebote ein bisschen im Internet angeschaut und ich finde, dass die Bewerbung von Ketamintherapie in den USA auch so ein bisschen aggressiv und so ein bisschen wie so ein Allheilmittel ist, teilweise. Ich will gar nicht sagen, dass es keine super professionellen Ketaminkliniken in den USA gibt. Im Gegenteil, aber es gibt halt wirklich diese
21:03
Zuhause-Services und das soll dann gegen PTSD, gegen Depression, gegen Sucht, gegen Burnout helfen. Im Prinzip einmal eine Ketamininfusion, schon geht es dir besser, Problem gelöst. So hat es bei mir beim Lesen dieser Websites ein bisschen den Anschein gemacht. Und für diejenigen, die sich jetzt noch fragen, wie der Freizeitkonsum bei Ketamin eigentlich ausschaut, hier ist die Wirkung wirklich stark dosisabhängig. Viele beschreiben niedrige Dosierungen,
21:31
vom Rausche wie Betrunkensein mit einer kleinen psychedelischen Komponente und es kommt zu Euphorie, erhöhter Energie, Intensivierung von Farben und Musik. Ketamin ist aber auch ein Dissoziativer. Es kann also zur Loslösung des Geistes vom Körper kommen bis hin zur Ich-Auflösung. Das kennen manche vielleicht unter dem Begriff K-Hole. Je nachdem, wie man unterwegs ist, ist das K-Hole eine erwünschte oder unerwünschte Wirkung. Und
21:58
Und als unerwünschte Wirkung kann es eben zu Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, Einschränkung von motorischen Fähigkeiten, Überforderung, Wahrnehmungsstörung, Angst und Paranoia kommen. Und, und das wird nochmal wichtig für die Einschätzung von Elon Musks Verhalten bei regelmäßigen Gebrauch,
22:15
kann es eben, wie es eben auch der Artikel beschrieben hat, Probleme mit Niere und Blase geben, also gestörtes Wasserlassen, Inkontinenz und Schmerzen und Blutimmurien. Außerdem wird vermutet, das ist jetzt noch mehr in der Forschung, dass ein chronischer Konsum zu anhaltenden Störungen der kognitiven Fähigkeiten führen kann, sodass Gedächtnis und Lernen und Wahrnehmung wirklich beeinträchtigt sind.
22:43
Und das wäre ja auch ein Zustand, der für die Rolle von Elon Musk ungünstig ist. Im besten Falle. Im schlimmsten Falle zu wirklich weitreichenden negativen Folgen führen kann. Aber lasst uns das nochmal sortiert anschauen. Wir nehmen jetzt das ganze Wissen, was wir gerade für Ketamin uns kurz aufgebaut haben und stellen uns der grundlegenden Frage, die es zu klären gilt. War Musks Ketaminkonsum
23:10
Eine Gefahr für die Verantwortung, die er inne hatte bzw. hat. Und hier gilt es eben nicht nur auf seine Beratertätigkeiten in der Regierung zu schauen, sondern auch auf seine unternehmerischen Tätigkeiten. SpaceX, also seine Firma, in der er Gründer, CEO und Chief Engineer ist, arbeitet in enger Kooperation mit dem US-Verteidigungsministerium, dem Pentagon.
23:37
und ist eben in verschiedene sicherheitsrelevanten Raumfahrtsprojekte und Satellitenprojekte eingebunden. Und für solche Aufträge mit dem Verteidigungsministerium gelten eben auch strikte Auflagen. Denn die Mitarbeitenden müssen für diese Projekte Sicherheitsfreigaben erhalten. Und zu diesen Sicherheitsfreigaben gehören halt auch regelmäßige Drogentests,
24:00
und vollständige Offenlegung von verschreibungspflichtigen Substanzen. Und die offiziellen Richtlinien des Pentagons sind dabei ziemlich klar. Wer psychoaktive Substanzen konsumiert, ohne dies transparent zu machen oder sich außerhalb eines kontrollierten medizinischen Rahmens bewegt, gefährdet nicht nur seine Clearance, sondern auch das Vertrauen in die eigene Einsatzfähigkeit. Und genau diese Regelung betreffen nicht nur Soldaten und Soldatinnen, sondern auch einfach zivile Vertragspartner wie Soldaten,
24:28
SpaceX, wenn also jemand wie Musk regelmäßig Ketamin konsumiert, muss die entscheidende Frage lauten, war dieser Konsum medizinisch begründet, transparent dokumentiert und in einem kontrollierten Rahmen? Und genau das wird ja in dem Artikel infrage gestellt. Und hier würde ich sagen, ja, das ist auf jeden Fall öffentliches Interesse. Das gilt es einfach auch zu prüfen. Ich meine, Musk spricht ja selbst über seinen Ketaminkonsum. Ich gehe davon aus, dass die New York Times ihre Informanten
24:57
ganz klar prüft und vielleicht auch Beweise oder klare Hinweise für die Aussagen hat. Und hier sind wir meiner Meinung nach komplett an einem Punkt angekommen, wo ich sage, ja, darüber kann man auf jeden Fall Artikel über den Drogenkonsum schreiben. Das ist öffentliches Interesse, das gilt es zu diskutieren und sollte es sich bewahrheiten, müssen daraus auch in irgendeiner Art und Weise Konsequenzen entstehen. Man kann solche Anforderungen natürlich auch kritisch hinterfragen, denn im
25:23
Normalerweise ist Alkohol oder Nikotin in der Regel nicht mitgedacht, obwohl sie ja auch psychoaktiv sind. Und gleichzeitig wird bei illegalisierten Substanzen pauschal angenommen, dass ein Konsum in der Freizeit automatisch die Arbeitsfähigkeit gefährdet. Das nur so als kleine Side-Note. Aber das sind nun mal die vorhandenen Regeln, die bestehen. Und wenn der Ketaminkonsum
25:48
weniger so ist, wie Musk ihn selbst beschreibt, sondern vielmehr so ist, wie Leute in seinem Umfeld das beschreiben, dann haben wir hier wirklich ein Problem. Und Ähnliches gilt für seine Rolle bei Tesla. Elon Musk ist nicht nur CEO von Tesla, sondern auch technischer Visionär und maßgeblicher Entscheidungsträger. Und als Gesicht der Marke größter Einzelaktionär und operative Leitung ist er dafür verantwortlich, strategische, technologische und kommunikative Entscheidungen vorzunehmen.
26:17
für das Unternehmen zu treffen. Im Artikel der New York Times wird berichtet, dass einzelne Tesla-Vorstandsmitglieder sich Sorgen über seinen Drogenkonsum machten und Musk offenbar auch immer vor anstehenden Drogentests gewarnt haben.
26:32
In der Rolle, die Musk bei Tesla inne hat, hat er einfach eine enorme Verantwortung für tausende von Mitarbeitenden, für internationale Investoren. Das ist halt einfach kein luftleerer Raum. Wenn man in diesem Setting einen Drogenkonsum an den Tag legt, der vielleicht Kognitionen einschränkt, eine fehlende Steuerungsfähigkeit mit sich bringt,
26:57
Das ist ein erhebliches Risiko und nicht nur für die Person selbst, sondern eben für viele, viele andere Menschen auch. Und gerade bei börsennotierten Konzernen mit globaler Tragweite können halt genau solche Unsicherheiten auch zu wirtschaftlichen Schäden führen. Da gibt es ein kleines Beispiel. 2018 rauchte Elon Musk bei Joe Rogan öffentlich einen Joint und die Tesla-Aktie stürzte ein. Das ist ein gutes Beispiel, wie Musks Auftreten in der Öffentlichkeit einfach diskutieren.
27:24
direkten Einfluss auf seine Unternehmen haben kann. Und auch, wenn ich es natürlich kritisch finde, dass, wenn man einmal mit einem Joint gefilmt wird, dass das gleich als so negativ bewertet wird, dass sich gleich an der Börse abzeichnet. Das hat natürlich auch viel mit Stigmatisierung zu tun, aber bei Musk darf man halt auch nicht vergessen, der provoziert es halt auch. Joe Rogan, riesengroßer Podcast, was
27:47
dass man da einen Joint anzündet. Er muss ja irgendwo wissen, dass das Konsequenzen hat. Und es ist einfach sehr egoistisch, da nur auf sich selbst zu gucken, wenn eben so viele andere Menschen und Unternehmen da dranhängen. Und zu guter Letzt schauen wir noch mal kurz seine politische Rolle an. Als Berater bei Dodge hatte Musk zwar keine offizielle Sicherheitsfreigabe, aber er schien halt sehr wohl sehr viel Einfluss zu haben. Und in dieser Zeit hatte Musk
28:16
Musk, wie es ausschaut, direkten Zugang zu hochrangigen Personalentscheidungen und auch strategischen Überlegungen in der Trump-Regierung. Und dafür muss man arbeitsfähig sein. Logisch, es ist einfach sehr viel Verantwortung. Bei kleinen Mengen Ketamin alle zwei Wochen wäre das wahrscheinlich möglich, aber beim täglichen hohen Konsum schwierig.
28:40
Und hier geht es nicht um irgendeine moralische Bewertung, sondern schlichtweg um die Funktionsfähigkeit, wer in politische Entscheidungsprozesse eingebunden ist.
28:49
sollte in der Lage sein, komplexe Informationen nüchtern zu bewerten, Prioritäten zu setzen und mit diplomatischem Feingefühl zu handeln. Und wenn diese Voraussetzung durch eine anhaltende medikamentöse Beeinflussung, sollte sie jetzt wirklich auch medizinisch gewesen sein oder vielleicht auch mehr rekreativ, also eher in der Freizeit, dann haben wir hier ein Problem. Und insofern kommen wir vielleicht zum Kernpunkt, es geht bei Musk nicht darum,
29:17
um Drogen als Skandal, was aber gerne auch so dargestellt wird, vor allem auch in diesem Artikel meiner Meinung nach, sondern es geht wirklich darum, ob jemand in einem derart sensiblen Kontext verlässlich, klar und verantwortungsvoll agieren kann. Und das darf und muss auch bei Personen mit so großem politischen und ökonomischen Einfluss durchaus hinterfragt werden. Und da bin ich auch erstmal fein mit solchen Artikeln.
29:42
Aber wir wissen ja eigentlich nicht, wie klar der Geist von Musk war. Und deswegen kommen wir jetzt nochmal zum abschließenden Fazit. Musik
29:53
Das Fazit, was machen wir jetzt damit? Grundlegend kann man sagen, dass der Artikel der New York Times eben ein Bild von Elon Musk als chaotischen, schwer kontrollierbaren und letztlich unzuverlässigen Menschen zeichnet und das in klarer Verbindung mit seinem Drogenkonsum. Dieser Drogenkonsum wird zusätzlich nochmal mit seinem Privatleben, mit seinen vielen Kindern und unterschiedlichen Partnerinnen in Verbindung gebracht, um eben genau dieses Bild zu stärken. Bei dem Thema Drogen und
30:18
war von Anfang an klar, dass hier einfach auch viele Drogen aufgezählt werden. Was gefehlt hat, ist der kausale Zusammenhang. Der Rückschluss zu der, meiner Meinung nach, wichtigen Frage, hat dieser Drogenkonsum was mit seiner Verantwortung zu tun? Und gerade der MDMA und der Pilz- und der Tablettenkonsum wird einfach nicht eingeordnet. Und ich empfinde es sehr als Stilmittel zur Dramatisierung,
30:43
seines Bildes des chaotischen Menschen, das eben in diesem Artikel gezeichnet wird. Der einzige Konsum, der inhaltlich nachvollziehbarer vertieft wird, ist auf jeden Fall der Ketaminkonsum, den ja Musk auch selbst schon thematisiert hat. Und wie gesagt, hier kommen wir dann auch zu dieser berechtigten Frage, wo verläuft die Grenze zwischen medizinischem und freizeitlichem Gebrauch und welche möglichen Auswirkungen hat sein Gebrauch auf seine Rollen bei SpaceX-Testverfahren?
31:10
Tesla oder auch im politischen Umfeld. Mein Problem ist immer bei der Drogenberichterstattung, Drogenkonsum ist in den Medien irgendwie so ein Garant für Klicks und da so ein bisschen frei nach dem Motto, je oller, desto doller. Und weil sich halt auch eine gewisse Leserschaft wohl einig ist, dass der Drogenkonsum, solange es nicht Alkohol oder Tabak ist, skandalös und verwerflich ist, scheint man das hier einfach mit einer differenzierten Darstellung nicht zu eng zu nehmen.
31:38
Bei der Darstellung von Abhängigkeitserkrankungen ändert sich das meiner Meinung nach etwas, weil hier der Krankheitsbegriff klarer ist. Aber gerade beim Substanzkonsum ohne Krankheitskontext wird halt die Stigmatisierungstrommel gehauen ohne Rücksicht auf Verluste. Und der Drogenkonsum wird halt gezielt genutzt, um Menschen in ein schlechtes Bild zu rücken. Ich meine, ein ganz prominentes Beispiel aus Deutschland war ja auch erst vor kurzem,
32:04
Und zwar der angebliche Kokain-Konsum von Merz, der es sich auch als falsch herausgestellt hat.
32:10
Und ich finde dieses Narrativ von, guck mal, diese Person, die konsumiert Drogen, die ist ein chaotischer, unzuverlässiger, verantwortungsloser Mensch. Ich kann es nicht mehr hören. Und ich finde, damit wir dieses Narrativ, das ja wirklich sehr verbreitet ist in unserer Gesellschaft, auflösen kann, gilt es in den Medien eine differenziertere Berichterstattung rund um das Thema Drogen. Denn ich will ja gar nicht sagen, dass Drogenkonsum
32:38
allerdings auch inklusive Alkoholkonsum nicht auch von öffentlichem Interesse ist. Und gerade auch bei so machtvollen und verantwortungsvollen Positionen darf das diskutiert werden, aber dann bitte mit Kontext und Hand und Fuß und nicht so ein bisschen als eine Diffamierungskampagne. Guck mal, die Person konsumiert Drogen.
32:56
Und wenn wir nochmal zu Mast zurückkommen, ja, ich finde auch, dass das, was man von ihm im Fernsehen oder auch in anderen Kontexten mitbekommt, wirklich schwer nachvollziehbar ist, fragwürdig ist.
33:08
Und man sich schon wirklich, also ich mich auf jeden Fall regelmäßig frage, was stimmt mit dem nicht? Und ja, es kann sein, dass Teile von seinem Handeln vom Drogenkonsum beeinflusst werden. Wenn er, wie die Informanten behauptet haben, wirklich so hohe Mengen an Ketamin oder Adderall oder was auch immer konsumiert. Aber ob das wirklich so ist, kann man nur spekulieren. Und wir haben zum Beispiel auch mit Trump, da wird gerade noch nicht viel mit Drogen in Verbindung gebracht und auch diese Person handelt desorganisiert unabhängig.
33:37
und kaum nachvollziehbar und wirklich schädlich für viele andere Menschen. Man braucht nicht unbedingt Drogen, um sich schräg zu verhalten. Ich glaube, das ist vielleicht auch wichtig, auch wenn Drogen natürlich Einfluss haben können. Und deswegen darf man es auch diskutieren, aber bitte differenziert.
33:58
So ihr Lieben, das war es mit dieser Podcast-Folge und ich hoffe, euch hat mein neues Format Weltstoff gefallen. Könnt mir ja gerne mal eine Rückmeldung geben. Mir war es einfach super wichtig, in dieser Folge euch mal eine Sensibilität für die allgemeine Drogenberichterstattung mitzugeben und vielleicht fällt es euch ein bisschen leichter, jetzt auch vielleicht so verschiedene Stilmittel auch ein bisschen besser aufzudecken und anders einzuschätzen.
34:23
Und wenn dir mein Podcast gefällt, würde ich mich mega freuen, wenn du dir vielleicht mal die Psychoaktiv Plus Mitgliedschaft anschaust. Da erwarte dich auch im Juli was ziemlich Cooles und zwar am 24. Juli gibt es für alle Mitglieder den
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den ersten Online-Live-Podcast, wo man sich dazu schalten kann. Es geht um das Thema Kann eine Suchterkrankung selbst traumatisierend sein? Genau, und ihr könnt live dabei sein, wenn ich eine Podcast-Folge aufnehme. Und am Ende werden wir das Thema noch diskutieren und uns austauschen. Und ich würde mich einfach mega freuen, wenn du mit dabei bist. Den Link zur Mitgliedschaft findest du in der Folgenbeschreibung. Und dann hören wir uns in zwei Wochen wieder oder wann auch immer du die nächste Folge hörst.
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Bis dann, tschüss!
