Drogenkonsum als Selbstverletzung und Selbstbestrafung

Drogenkonsum wird häufig als Versuch verstanden, Gefühle zu regulieren, leistungsfähig zu bleiben oder unangenehme Gedanken auszublenden. In dieser Folge geht es um eine andere, oft schwerer erkennbare Funktion von Konsum. Substanzen können auch genutzt werden, um das eigene negative Urteil über sich selbst zu bestätigen oder sich innerlich zu bestrafen. Dann steht nicht im Vordergrund, sich besser zu fühlen, sondern die Überzeugung, kein gutes, sicheres oder fürsorgliches Leben verdient zu haben.

Die Folge unterscheidet Drogenkonsum als Selbstbestrafung von Selbstverletzung und reiner Affektregulation. Dabei geht es um Schuld, Scham, Selbsthass und die Frage, warum Abstinenz oder Konsumveränderung in diesem inneren System nicht einfach als gesundheitliche Entscheidung erlebt werden. Wenn Konsum Teil einer selbstbestrafenden Logik ist, kann Veränderung sich zunächst wie etwas anfühlen, das man gar nicht verdient hat. Deshalb reicht es nicht, nur auf die Substanz zu schauen. Wichtig ist auch das innere Urteil, das den Konsum antreibt – damit sich selbstbestrafende Muster nicht einfach in eine andere Form verlagern.

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Drogenkonsum als Selbstverletzung und Selbstbestrafung

PODCAST-METADATEN
Folge: 130
Erscheinungsdatum: 19.02.2026
Podcast: Psychoaktiv
Titel: Drogenkonsum als Selbstverletzung und Selbstbestrafung
Sprecher: Stefanie Bötsch

Typ: Transkript

Transkript Beginn

00:02
Drogenkonsum als Leistungsbringer. Drogenkonsum, um aktiver zu sein. Oder Drogenkonsum, um unangenehme Gefühle wegzudrücken, unangenehme Gedanken nicht mehr denken zu müssen. Das sind wahrscheinlich Konsumgründe, die uns alle erst mal was sagen und die wir gut einordnen können.

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In der heutigen Folge wollen wir Drogenkonsum aber aus einem anderen Blickwinkel anschauen. Denn manchmal wird Drogenkonsum dafür genutzt, das eigene negative Urteil über einen selbst zu verstärken. Der Drogenkonsum wird dann zur Selbstbestrafung. Und genau das wollen wir uns heute näher anschauen.

00:52
„PSYCHOaktiv“, euer Podcast mit Suchttherapeutin Stefanie Bötzsch. Zieht’s euch rein.

01:03
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge „PSYCHOaktiv“. Hier besprechen wir alles rund um die Themen Drogenkonsum und Sucht, und zwar wissenschaftlich und differenziert. Und warum? Na ja, weil wir keinen Bock auf Schwarz-Weiß-Denken haben. Und heute habe ich euch ein Thema mitgebracht, das sich Rosa in den Spotify-Kommentaren gewünscht hat.

01:25
Grüße gehen raus, und zwar geht es um das Thema Konsum als Selbstverletzung. Also die Idee, dass der Drogenkonsum nicht nur dazu dient, sich gut zu fühlen, abzuschalten oder zu funktionieren, sondern dass er auch dafür genutzt werden kann, um sich gezielt selbst zu schaden.

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Und wenn das die Motivation für den Konsum ist, hat das gleich mehrere Implikationen für den Heilungsverlauf. Denn es kann A einmal Einfluss auf die Entscheidung haben, sich überhaupt aus dem Konsum herausentwickeln zu wollen, und B natürlich auch Einfluss auf den Heilungsprozess per se.

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Und wenn man den selbstverletzenden Mechanismus im Konsum nicht erkennt, entsteht häufig dadurch ein Risiko, dass sich dieser auch in der Abstinenz in eine andere Richtung verlagert. Deswegen wollen wir uns genau dieses Thema heute in dieser Folge anschauen. Aber zuvor begrüßen wir natürlich wie immer die neuen „PSYCHOaktiv Plus“-Mitglieder.

02:29
Hallo Marcel, Andreas und Anja, danke für euren Support mit eurer Mitgliedschaft. Und wenn du Lust hast, auf Werbefreiheit und Bonus-Content und damit auch noch diesen wunderbaren Podcast supportest, dann ist der Link für die „PSYCHOaktiv Plus“-Mitgliedschaft gleich dererste in der Beschreibung. Und jetzt lasst uns in das Thema reinstarten.

02:53
Wir starten erst mal mit der Begriffserklärung. Denn wenn wir darüber sprechen, dass wir den Konsum dafür nutzen, um uns selbst wehzutun, reden wir von Selbstbestrafung und nicht von Selbstverletzung. Da lohnt es sich, ein bisschen genauer hinzuschauen.

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Selbstverletzung wird definiert als das vorsätzliche und direkte Zufügen von Verletzungen am eigenen Körpergewebe ohne suizidale Absicht. Typische Formen sind dabei zum Beispiel das Schneiden, das Sich-Brennen oder das Selbst-Schlagen. Die Selbstverletzung wird zur Affektregulation genutzt.

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Man nutzt sie also, um starken, unangenehmen Gefühlen und Gedanken etwas entgegenzusetzen, sich davon abzulenken, indem man sich einen starken äußeren Schmerz zufügt. Die Selbstverletzung wurde bis jetzt immer als Symptom von unterschiedlichen Erkrankungen gesehen, wie zum Beispiel der Borderline-Persönlichkeitsstörung. Die ICD-11,

03:55
also die Aktualisierung unseres Diagnosemanuals, die hat dann für die nicht-suizidale Selbstverletzung eine eigene Kategorie eingeführt. Die Selbstbestrafung allerdings meint etwas anderes.

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Denn vielleicht ist euch aufgefallen: Wenn man die Logik des selbstverletzenden Verhaltens nimmt, dann kann man das Gleiche auch mit Konsum erreichen, also die Ablenkung von unangenehmen Gedanken und Gefühlen durch die Rauscherfahrung, durch die psychoaktive Substanz. Darum soll es aber nicht gehen.

04:33
Die Selbstbestrafung, die bezieht sich nicht unbedingt darauf, dass wir von unangenehmen Gedanken und Gefühlen wegwollen, sondern folgt einer anderen inneren Logik. Denn es geht darum, dass ich mir selbst nicht gut tun darf.

04:53
Und sich selbst nicht gut zu tun, kann sich in sehr unterschiedlichen Arten äußern und muss nicht immer unbedingt was mit Konsum zu tun haben. Es kann sich zum Beispiel in einer „Mir-egal“-Haltung gegenüber der eigenen Gesundheit zeigen und dazu führen, dass man zum Beispiel sehr ungesund isst, sich wenig bewegt und einfach sehr wenig auf sich und seinen Körper Acht gibt.

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Es kann sich aber auch darin äußern, dass man seine eigenen Grenzen immer und immer wieder übersteigt. Oder auch in Hochrisikoverhalten, zum Beispiel in sehr gefährlichem Sport machen, bei dem Verletzungen nicht nur in Kauf, sondern auch wirklich erwartet werden.

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Kleine Anmerkung an dieser Stelle: All dieses genannte Verhalten kann natürlich auch eine komplett andere Erklärung haben. Also bitte jetzt nicht mit dem Fazit rausgehen, dass jede Person, die ungesund ist, sich damit selbst bestrafen möchte. Das gilt es dann immer individuell zu erforschen.

05:48
Für selbstbestrafende Muster eignet sich der Substanzkonsum allerdings auch gut. Das hat unterschiedliche Gründe. Einmal ist natürlich der Substanzkonsum gesellschaftlich moralisch aufgeladen. Man kann sich also durch den Konsum von der Gesellschaft abgrenzen, auch auf eine negative Art und Weise,

06:08
und für sich selbst so eine Selbststigmatisierung von der Person, die nichts wert ist, weil sie Drogen nimmt, annehmen. Ich hoffe, ihr wisst, dass ich das nicht meine, dass dem so ist, sondern dass es eben aufgrund der Selbststigmatisierung diese Funktion einnehmen kann. Außerdem hat der Konsum zwar was kurzfristig Regulierendes,

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aber langfristig Schädliches. Dazu gehört, dass natürlich im Rausch man leichter über seine Grenzen gehen kann, Sachen machen kann, die einem nicht guttun. Und all das kann eben so eine gewisse innere Straflogik erfüllen. Und so kann der Konsum in bestimmten Phasen zu einem starken Antreiber für eine Suchtentwicklung werden,

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in dem Sinne, dass man eben sich immer mehr in das eigene selbstabwertende Verhalten reindreht. Man konsumiert also nicht, weil man hofft, sich dadurch besser und gut zu fühlen, sondern weil man glaubt, es nicht verdient zu haben, dass es einem gut geht. Und genau diese Haltung wird durch den Konsum verstärkt.

07:11
Und wie genau, das schauen wir uns jetzt an.

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Wie schaut also der Mechanismus hinter dem Konsum als Selbstbestrafung aus? Ich habe ja gerade schon gesagt, dass hinter dem Antrieb der Selbstbestrafung die Annahme steht, dass man sich selbst nicht guttun darf. Der Konsum steht dabei sehr häufig im Kontext von Scham, Schuld und Versagensmomenten.

07:38
Also Situationen, in denen Menschen innerlich zu dem Schluss kommen: „Ich habe versagt, ich habe es wieder nicht geschafft, ich wusste es doch besser.“ Und Schuld und Scham können dann auf unterschiedliche Art und Weise ein Auslöser für selbstbestrafendes Verhalten sein. Schuld bezieht sich zum Beispiel auf konkretes Verhalten.

07:58
Die Schuld ist eine Konsequenz aus der Annahme beziehungsweise der Erkenntnis, dass man etwas falsch gemacht hat. Und Schuld bringt eine Logik mit sich, die wir alle kennen. Denn Schuld verlangt auf der einen Seite entweder nach Konsequenzen oder nach Wiedergutmachung oder aber nach Strafe.

08:19
Wenn jemand also keinen konstruktiven Weg findet, um mit seiner Schuld umzugehen, also zum Beispiel, indem er Verantwortung übernimmt, etwas wiedergutzumachen oder sich in dem Kontext für seinen Fehler selbst verzeiht, dann kann es eben sein, dass die Konsequenz kippt und in die Selbstbestrafung rutscht.

08:41
Und das Fazit lautet dabei nicht: „Ich mache es beim nächsten Mal besser oder anders,“ sondern: „Ich darf mir jetzt nichts Gutes mehr tun. Ich bin so schuldig und so ein schlechter Mensch. Ich habe kein gutes Leben verdient.“ Und der Konsum reiht sich dann in dieses innere Muster ein als eine Art innerer Strafvollzug.

09:01
Dabei ist eben nicht eben das Lustvolle oder das Eskapistische im Vordergrund, sondern es geht wirklich darum, sich selbst für seine wahrgenommenen Fehler zu bestrafen. Bei der Scham ist es ein bisschen anders, denn die Scham bezieht sich nicht auf eine Handlung, sondern auf die eigene Person.

09:21
Es geht also nicht darum, dass man denkt, man hat etwas falsch gemacht, sondern dass man davon ausgeht, dass mit einem grundsätzlich etwas nicht stimmt. Wenn man an diesem Punkt konsumiert, reden wir meistens aber von einer Affektregulation und noch nicht bei der Selbstbestrafung, weil man eben versucht, diese unangenehmen Gefühle, die man hat aufgrund seiner Scham, diese zu regulieren.

09:42
Die Selbstbestrafung entsteht dann meistens dann, wenn die Scham zu einem Selbsthass führt. Und der Selbsthass ist halt viel mehr als ein schlechtes Selbstwertgefühl. Es ist eben die innere Überzeugung, dass man selbst keine Fürsorge, keinen Schutz und kein Wohlwollen verdient hat. Und an diesem Punkt verändert sich dann auch die Funktion des Konsums.

10:03
Der Konsum dient dann nicht mehr dazu, seine eigene unangenehme Scham loszuwerden oder sie kurzfristig zu überlagern, sondern es wird zu einer konsequenten Umsetzung des eigenen inneren Urteils. Also die Annahme, dass man selbst wenig wert ist. Und diese Überzeugung wird dann in Konsum umgesetzt.

10:24
Denn jemand, der sich selbst wenig wert ist, hat auch nicht das Recht, dass es einem gut geht. Diese Annahme wird dabei verfolgt und eben mit dem Konsum verstärkt. Ihr merkt also, der Konsum in Form von einer Selbstbestrafung fügt sich in eine sehr harte innere selbstabwertende Logik.

10:44
Und genau das hat natürlich auch Konsequenzen für die Behandlung und für die Herausentwicklung aus der Sucht. Und deswegen gehen wir in diesem Kapitel noch mal in die Praxis.

10:57
In der ersten Folge in diesem Jahr haben wir schon mal über die Ambivalenz in der Entscheidung für eine Abstinenz oder für eine radikale Konsumentscheidung gesprochen. Und das ist definitiv für dieses Kapitel eine sehr wichtige Grundlagenfolge. Und deswegen verlinke ich die euch auf jeden Fall auch noch mal in den Shownotes. Und wenn Menschen Konsum als Selbstbestrafung nutzen,

11:18
dann ist genau das ein sehr starkes Argument gegen die Abstinenz. Nicht, weil man die Abstinenz nicht so als sinnvoll erachtet. Nee, nee, nee, so ist es nicht, weil die Argumente für die Abstinenz und die für die Abstinenz sprechen, sind den Betroffenen häufig trotzdem sehr klar. Aber eine Abstinenz,

11:38
wenn der Konsum in Form von Selbstbestrafung genutzt wird, bekommt in diesem inneren System eine ganz andere Bedeutung. Weil dann ist halt die Abstinenz nicht einfach eine gesundheitliche Entscheidung, sondern ein sehr großer Akt der Selbstfürsorge oder vielleicht sogar ein Akt der Selbstliebe. Und genau das ist der Punkt,

11:58
an dem es dann eben schon ganz am Anfang der Entwicklung sehr haken kann. Denn wenn jemand ganz tief verankert glaubt, dass er oder sie es nicht verdient, dass es einem gut geht, dann fühlt sich natürlich die Abstinenz auch nicht richtig an. Und genau das ist für Betroffene häufig sehr schwer zu erkennen,

12:19
weil die Selbstbestrafung selten so bewusst ist. Und in der Praxis erlebe ich das deshalb häufig, dass wir an so eine tiefe Erkenntnis erst nach einer sehr langen Sitzung oder sogar mehreren Sitzungen kommen.

12:33
Und es hilft natürlich an dem Punkt nicht, den betroffenen Menschen zu erklären, warum eine Abstinenz sinnvoll ist und warum das die richtige Entscheidung wäre. Das darf ja eh jeder Mensch für sich selbst herausentwickeln. Aber meistens, was ich schon gesagt habe, ist: Die Punkte sind eigentlich total klar. Das Problem ist wirklich nicht die mangelnde Einsicht,

12:53
sondern das Problem ist eine innere Erlaubnisfrage. Denn solange jemand innerlich davon ausgeht, dass er oder sie kein Recht auf ein gutes, sicheres Leben hat, bleibt eben auch die Entscheidung für ein sehr stark verändertes Konsumverhalten extremst ambivalent, weil man da so gegen sein eigenes inneres System handelt.

13:15
Und genau an diesem inneren Urteil gilt es halt dementsprechend auch in dieser ambivalenten Phase anzusetzen. Also, dass man gemeinsam versteht: Woher kommt dieses Urteil? Wofür verurteile ich mich innerlich eigentlich so stark selbst? Und ist dieses Urteil heute zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch gerecht?

13:35
Und Ziel ist es dabei eben, die inneren Muster zu erforschen, zu hinterfragen und zu prüfen, auf ihre Aktualität zu prüfen. Und es ist auch deswegen wichtig, dass sich dieses selbstbestrafende Muster nicht in der Abstinenz einfach weiterführt.

13:50
Weil wir hatten es ja schon ganz am Anfang, dass man selbstbestrafendes Verhalten durch ganz unterschiedliche Arten und Weisen durchführen kann. Dafür braucht man nicht zwangsläufig eine Substanz. Und das ist dann auch keine klassische Suchtverlagerung, sondern eher eine Verlagerung des Risikoverhaltens.

14:08
Denn am Ende geht es halt bei einer Herausentwicklung aus der Sucht nicht einfach stumpf darum, eine Abstinenz herzustellen, sondern wirklich wieder eine Verbindung und auch eine Integrität zu sich selbst aufzubauen.

14:23
Ihr Lieben, das war es mit dieser Podcastfolge zum Thema Selbstbestrafung. Ich hoffe, euch wurde so ein bisschen klar, was der Unterschied zwischen Selbstverletzung und Selbstbestrafung ist und auch inwieweit sich der Konsum mit einem selbstbestrafenden Ziel auch von der Affektkontrolle unterscheidet.

14:43
Denn das ist einfach wichtig zu verstehen, weil für die Menschen, die das betrifft, macht das tatsächlich einen großen Unterschied, auch wie man am besten eine Veränderung im Konsumverhalten angeht. Weil es da sehr viel darum geht, seine eigene Scham und eigene Schuld aufzuarbeiten, Raum zu geben, zu hinterfragen,

15:03
um eben auch die Entscheidung für eine Veränderung im Konsumverhalten auf ein stabiles Fundament zu stellen. Und ja, ich weiß, es war heute auch ein sehr schweres Thema. Also, falls du selbst betroffen bist und sagst: „Okay, das hat mich ganz schön aufgewühlt“, kannst du zum Beispiel die digitale Drogenberatung nutzen von DigiSucht.

15:22
Dort bekommst du sofort professionell und digital und anonym auch Unterstützung, und das ist auch kostenlos. Alternativ stehe ich natürlich auch in meiner Privatpraxis zur Verfügung. Und ja, als Fachkraft hoffe ich, dass für dich der feine Unterschied zwischen Selbstbestrafung und Affektkontrolle klar ist. Und natürlich,

15:41
und vielleicht das ist noch wichtig als abschließender Gedanke mitzugeben: Das ist natürlich nicht so stringent teilbar, wie ich das jetzt in dieser Folge aufgearbeitet habe. Ich wollte euch nur ganz klar den Aspekt der Selbstbestrafung im Konsum klarmachen. Aber natürlich gibt es Mischformen, keine Frage.

16:00
Also, dass eben sowohl die Affektkontrolle als auch die Selbstbestrafung eine Rolle spielen. Ich habe mich gerade bloß nur so stark auf die Selbstbestrafung konzentriert, damit eben dieser Mechanismus klar wird. Sonst bin ich natürlich sehr gespannt auf eure Rückmeldung. Und wenn dir die Folge gefallen hat, kannst du sie auch gerne weiterleiten an jemanden,

16:19
der vielleicht sich auch mal mit dem Thema auseinandersetzen könnte. Und sonst hören wir uns in der nächsten Folge wieder. Bis dann, tschüss.


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